Niklas wütet auch in Oberhausen

Einer der vielen Einsätze der Polizei: Die Steinbrinkstraße in Sterkrade wurde gesperrt, als Dachziegel auf die Straße fielen. Die Polizei riet: „Besser zuhause bleiben.“
Einer der vielen Einsätze der Polizei: Die Steinbrinkstraße in Sterkrade wurde gesperrt, als Dachziegel auf die Straße fielen. Die Polizei riet: „Besser zuhause bleiben.“
Foto: Fabian Strauch / FUNKE FotoServi
Was wir bereits wissen
Die Polizei und Feuerwehr rücken über 40 Mal aus. Personen werden nicht verletzt. Bäume stürzen um und Ziegel lösen sich von Dächern.

Oberhausen.. Auch in Oberhausen hielt am Dienstag das Sturmtief Niklas Polizei und Feuerwehr auf Trab. Der Sturm zog über ganz Deutschland hinweg – und legte in NRW sogar den Betrieb der Bahn lahm. In Oberhausen stürzten Bäume um, Dachziegel lösten sich, Mauern oder Ampelmasten kippten um. Die Polizei fuhr 46 Einsätze. Waldgebieten sollten Bürger zur Zeit besser fern bleiben.

Die Polizei forderte über Tag die Bürger via Facebook auf, zu prüfen, ob man während des Sturmes zuhause bleiben könnte. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. Bei den Einsätzen ging es darum, Flächen zu sichern, an denen Ziegel von den Dächern fielen oder Bäume beseitigt werden mussten.

Neun umgestürzte Bäume in Oberhausen

Sturmtief Die Feuerwehr rückte bis zum Abend 53 mal aus. Sogar die freiwillige Feuerwehr und das Technische Hilfswerk wurden aktiviert. In der Nähe vom Bahnhof Holten konnte ein ICE aufgrund eines umgestürzten Baumes nicht weiterfahren – nach 30 Minuten verhalf die Feuerwehr zur Weiterfahrt.

Auf dem Stadtgebiet zählte die OGM neun größere umgestürzte oder beschädigte Bäume. Alexander Höfer von der OGM warnt: „Die Oberhausener Wälder sollten zur Zeit gemieden werden. Das Tiergehege im Kaisergarten ist geschlossen.“ Im Volkspark seien zudem mehrere Bäume beschädigt worden, die nun gefällt werden.

Weniger Störungen bei Bus und Straßenbahn

Der viele Regen, der seit vergangenen Samstag mit dem Sturmtief kam, stellte die bisherige Wetterstatistik im März auf den Kopf. Beinahe wäre der März ein besonders trockener Monat gewesen. Aber von Samstag bis Dienstag fielen 37,5 Liter pro Quadratmeter und damit zehn Liter mehr als zuvor im gesamten Monat. Die Folge: An der oberen Emscher stieg der Pegel auf Hochwasserniveau. Der Pegel würde aber wieder fallen, lässt die Emschergenossenschaft wissen.

Bei Bussen und Straßenbahnen in Oberhausen kam es zu deutlich weniger Störungen als bei der Deutschen Bahn. Stoag-Sprecherin Sabine Müller: „Wir haben keine Strecken komplett einstellen müssen. Bis auf ein paar Umleitungen wegen umgestürzter Bäume, konnte der Verkehr normal rollen.“ Auf dem Franzosenweg, auf dem Concordiaplatz, auf der Bebel-, Lindermann-, Stern- und Weselstraße kam es zu Störungen.