NGG kritisiert Umsonst-Arbeit in Backshops

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert, dass Beschäftigte in Backshops und Fast-Food-Restaurants in Oberhausen im länger arbeiten müssten, ohne dafür einen Cent Extra-Lohn zu bekommen. Die Zeit der Vorbereitungen und Nacharbeiten würden einfach nicht bezahlt. „Es geht um die vielen Handgriffe, die nötig sind, bevor ein Backshop oder ein FastFood-Restaurant aufgeschlossen und der erste Kunde bedient wird“, sagt Yvonne Sachtje, Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet. Sie beklagt, dass die Vorbereitung eine halbe Stunde und länger dauere. Der Start in den Arbeitstag sei ein „Stress-Programm“. Und abends gehe es weiter: „Im Fast-Food-Restaurant müssen vom Salat bis zum Käse alle Waren in die Kühlung. Die komplette Küche wird penibel geputzt. Und die Kasse muss gemacht werden. Gerade in Backfilialen sparen sich Arbeitgeber oft sogar die Reinigungskräfte. Dann müssen Verkäuferinnen die Toiletten säubern.“ Unterm Strich würden Beschäftigte in Backshops und Fast-Food-Lokalen dazu gezwungen, auf mehr als 200 Euro Lohn pro Monat zu verzichten. „Die Missstände herrschen insbesondere in Betrieben ohne Betriebsrat.“ Betroffenen bietet die NGG eine Telefonberatung an.