Neue Linien, neue Verbindungen

Eine Direktverbindung ab Oberhausen Hauptbahnhof wird es 2019 nach Wuppertal geben.
Eine Direktverbindung ab Oberhausen Hauptbahnhof wird es 2019 nach Wuppertal geben.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der VRR wird seinen Fahrplan 2019 umstellen. Für Oberhausener wird die Fahrt nach Dortmund schneller. Gladbeck entfällt dagegen als Direktverbindung.

Oberhausen.. Neue Direktverbindungen von Holten nach Essen und vom Hauptbahnhof nach Wuppertal, eine schnellere Fahrt nach Dortmund und ein Wegfall des „Dorsteners“: Die nun auf den Weg gebrachte Fahrplanumstellung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) wird für viele Oberhausener Pendler Veränderungen mit sich bringen. „Ich glaube, dass es unterm Strich zum Großteil Änderungen zum Positiven sind“, bewertet Lothar Ebbers, Pressesprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn Ruhr, die Planungen. „Es ist jedoch keine Angebotsoffensive, sondern vielmehr eine Umverteilung der bestehenden Mittel.“

Ab Ende 2019, dann wird der Fahrplan des VRR umgestellt, greifen die Änderungen. Ein Überblick.

Schneller nach Dortmund

Die heutige Linie S 2 von Duisburg über Oberhausen und Gelsenkirchen nach Dortmund wird in die Linie RB 3 umgewandelt. Diese verkehrt ab Dortmund-Mengede direkt zum Dortmunder Hauptbahnhof. „Einige Halte entfallen so, aber die Fahrt wird schneller“, so Ebbers. Der VRR gibt an, dass die Fahrtzeit von Oberhausen aus nach Dortmund um zehn Minuten beschleunigt wird. Zusammen mit dem RE 3 gebe es so einen quasi 30-Minuten-Takt auf der Strecke nach Dortmund.

Mit der neuen Regionalbahn-Linie 41 (RB 41) entstehen von den Bahnhöfen Holten und Sterkrade neue Direktverbindungen nach Mülheim und Essen, die es bislang nicht gab. Weiterhin werden durch die Linie neue Direktverbindungen von Oberhausen in den Essener Süden sowie nach Velbert und Wuppertal geschaffen. Alle 60 Minuten soll die RB 41 verkehren.

Die S-Bahnlinie 3 (S 3), die Oberhausen mit Essen verbindet, wird von einem 20-Minutentakt auf einen 30-Minutentakt umgestellt. Für die Fahrgäste solle es durch die gleichzeitige Inbetriebnahme der RB 41 aber keine Verschlechterungen geben, betont der VRR auf Anfrage.

„Der Dorstener“ entfällt

Nach Gladbeck oder Dorsten wird es ab Ende 2019 keine Direktverbindung mehr von Oberhausen aus geben. Die Linie RB 44, auch „Der Dorstener“ genannt, wird ab Ende 2019 eingestellt. Der Bahnhof Osterfeld-Süd, der momentan einzig und allein von der RB 44 angefahren wird, soll jedoch nicht aufgegeben werden. Der VRR wird nämlich der bestehenden Regionalbahn-Linie 33 (RB 33) einen neuen Streckenplan verpassen. Ab Oberhausen Hauptbahnhof wird die Bahn nicht mehr über Sterkrade, Holten und Dinslaken nach Wesel, sondern vielmehr mit Ziel Bottrop über Osterfeld fahren. Aus dem Stadtteil gibt es somit neue Direktverbindungen nach Duisburg, Krefeld und Mönchengladbach.

„Für einige Oberhausener gibt es Verschlechterungen“, erklärt Lothar Ebbers, der als beratendes Mitglied dem zuständigen VRR-Planungsausschuss angehört. „Ich denke aber, dass wir mit dem Ergebnis leben können.“