Nein zur 105

Ausbau der Straßenbahnlinie 105. Ich bin aus folgenden Gründen gegen dieses Projekt: Wenn diese Anbindung einen so großen Nutzen bringen soll und mit täglich über 8000 Fahrgästen kalkuliert wird, warum gibt es dann nicht einen speziellen Shuttleservice?

Erst dann könnte mit echten Zahlen argumentiert werden und nicht mit „belastbaren Computermodellen“. Unsere Straßenbahnen sind überwiegend über 15 Jahre alt und werden in Mülheim gewartet. Was ist, wenn Mülheim aus Kostengründen seine Straßenbahnen abschafft. Wo werden dann unsere Bahnen gewartet? Wir Bürger sollen über eine Verlängerung der Bahnlinie abstimmen, haben aber keinerlei Informationen zu diesem wichtigen Punkt. Die Verschuldung der Stadt Oberhausen betrug im Jahr 2013 in Summe 1.1.815.565.374 Euro. Das sind umgerechnet pro Bürger 8631 Euro. Laut Planung steigt die Verschuldung auf 8861 Euro in 2014 und 8915 Euro in 2015. Und das bei den Sparanstrengungen der Stadt. Der Bau dieser Linie bringt eine weitere Steigerung von 76 Euro pro Bürger. Das in Oberhausen nicht mit Geld umgegangen werden kann, ist aus der Tatsache zu sehen, dass in dem Zeitraum von 1960 bis 1990 nur im Jahr 1970 die Neuverschuldung reduziert wurde. Ansonsten wurde Jahr für Jahr mehr Geld ausgegeben als eingenommen. In diesem Zeitraum brummte in Oberhausen die Wirtschaft noch richtig. Wir können nicht immer weiter Geld ausgeben, das wir nicht haben und die Schulden an die nächsten Generationen weiter geben. Darum „Nein“ zur Linie 105!