Naturschutzbund ruft zur großen Vogelzählung auf

Die Kohlmeise wurde 2014 besonders häufig gezählt.
Die Kohlmeise wurde 2014 besonders häufig gezählt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
„Die Stunde der Wintervögel“ startet heute. NABU-Chef Klaus Humpe: Anzahl der Amseln und Kiebitze bei der vergangenen Zählung gibt Anlass zur Sorge.

Oberhausen.. Die Kohlmeise flatterte im vergangenen Winter am häufigsten durch hiesige Gärten und Parks – zumindest während der alljährlichen „Stunde der Wintervögel“, zu der der Naturschutzbund (NABU) Oberhausen auch an diesem Wochenende wieder aufruft. 467 mal haben die Teilnehmer den Vogel gezählt, gefolgt vom Haussperling (383) und der Blaumeise (287). Der hiesige NABU-Vorsitzende Klaus Humpe ist durchweg zufrieden: „Wir konnten erneut wichtige Erkenntnisse über die verschiedensten Vogelarten gewinnen.“

Amseln, Feldlerchen und Kiebitze geben beispielsweise Anlass zur Sorge: „Die Anzahl der Vögel ist drastisch zurückgegangen, daher sind wir besonders aufmerksam, ob die Arten weiter abnehmen werden.“ Deshalb hofft Humpe bei der diesjährigen Zählung auch auf viele fleißige Hände: „Man sollte sich in der Vogelwelt schon etwas auskennen und die Arten zuordnen können.“ Doch das Prinzip der Aktion funktioniere ganz einfach: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die an einem der genannten drei Tage in einer Stunde gleichzeitig entdeckt wird. Auch Gärten, in denen nur wenige Vögel zu sehen sind, sollten unbedingt erfasst werden: „Rückgänge von Arten können wir nur mitbekommen, wenn wir auch die kleinen Zahlen erhalten, denn je genauer wir Bescheid wissen, desto besser können wir uns für den Schutz der Vögel einsetzen.“

Auch der NABU Oberhausen beteiligt sich mit einer Exkursion in der hiesigen Ruhraue an der bundesweiten Aktion. Die Teilnehmer sollten sich mit wetterfester Kleidung, festem Schuhwerk und einem Fernglas ausrüsten. Treffpunkt ist am Sonntag, 11. Januar um 10 Uhr an der Kewerstraße (Eingang Ruhrpark).