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Karneval

Narren beenden in Vondern den Straßenkarneval

15.02.2010 | 20:50 Uhr
Narren beenden in Vondern den Straßenkarneval

Oberhausen. Manchmal geht Karneval durch den Magen. Der närrische Lindwurm in Vondern hat jedenfalls mächtig Appetit. 6000 Narren versammeln sich am Rosenmontag am Wegesrand.

Jeder Jeck ist anders: Ganz kreative Köpfe überbrücken das Warten auf den Zoch einfach am Gartengrill, der im verschneiten Vorgarten aufgebaut ist. „Bratwurst, Helau!“ In den engen Gassen des Stadtteils zeigt sich der Karneval närrisch volksnah.

Ein Cowboy springt mit der Grillzange umher. Ein Clown hat sich die Haushaltsleiter geschnappt, um die beste Sicht auf die 24 Einheiten und 17 Umzugswagen zu erhaschen. Beim kleinen Wohnzimmer-Treck ist der Weg vom Kamelle-Regen bis zum Material-schrank kein weiter. Daher öffnen die Anwohner kurzerhand ihre Fenster, stellen Musikboxen auf die Fensterbank und versuchen es lautstark mit dem närrischen Lockruf: „Heeelaauuu!“ Fortan regnet die Kamelle direkt vor das Sofa. Närrische Hausbesuche. Lebkuchenherz, was willst du mehr?

Die KG Blau-Gelb Vondern organisiert den Umzug rund um das alte Gemäuer der Burg. Und das jecke Völkchen wehrt sich im Konfetti-Regen tapfer gegen sämtliche Eindringlinge. Mit Stadtprinz Marco I. und seinem Römer-Gefolge beginnen die Vonderner keine Keilerei. Auch wenn Asterix und Obelix auf dem Vonderner Wagen stolzieren. Stadtprinz und Vonderner sind durch den Wagenbau bekannt. Die KG Blau-Gelb zauberte mit vielen fleißigen Händen den Prinzenwagen seiner Tollität. Die stolze Römer-Kutsche wirkt vor der historischen Burg wie ein jecker Thron. Die Blau-Gelben haben das Thema des Stadtprinzen auch für sich selbst aufgegriffen. Das gebratene Wildschwein auf dem gallischen Wagen kann mit dem Grill-Meister am Wegesrand locker konkurrieren: „Karnevalix Vonderix ist bombastix!“

Da kommt der Stadtprinz doch gerne zum Konfetti-Finale vorbei. Seine kompletten Legionen haben auf dem Prinzenwagen keinen Platz. Also marschiert ein Teil der Blauen Funken zu Fuß durch die Gassen. Auf den letzten Metern der Session geht keinem die Puste aus. Das Kinderprinzenpaar Andre I. und Chantal I. kennt sich im Stadtteil aus. Schließlich gehört die Große Osterfelder Karnevalsgesellschaft neben den Gastgebern regelmäßig zu den Verteidigern beim karnevalistischen Sturm auf die Burg. Zudem haben die beiden Mini-Regenten wenige Metern entfernt, beim Kinderkarnevalszug in Osterfeld, Erfahrung beim Kamelle-Weitwurf gesammelt.

Was regnet noch von den Wagen? Schokolade, Popcorn - und: Eiskratzer. Wie passend!

Dirk Hein

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