Namensforscher aufgepasst!

Jetzt kommen wieder Ereignisse auf uns zu, die die Namensforscher unter uns zu erhöhter Aufmerksamkeit veranlassen. Es sind dies sportliche Großereignisse, besonders die Fußball-WM der Frauen. Warum? Offenbar sind populäre Typen – und nirgendwo wächst öffentliche Beliebtheit so schnell wie im kurzen Sportlerleben – so attraktiv, dass ihr Name nur zu gern dem eigenen Nachwuchs mit ins Leben gegeben wird.

Beispiele? Kevin war hierzulande so gut wie unbekannt, bis Kevin Keegan zum Hamburger SV wechselte. Dass ein paar Jahre später auch noch „Kevin - Allein zu Haus“ auf den Leinwänden der Welt entzückte und Kevin Costner mit dem Wolf tanzte, trug zur Fortpflanzung der Idee Kevin bei. Das Phänomen Fußball könnte der aus der Mode verschwundenen, aber in der Generation der heute 30- bis 35-Jährigen namens Nadine zu einem neuen Aufschwung verhelfen. Deutschlands Torfrau war mit diesem Vornamen immerhin Weltfußballerin und ist mächtig populär.

Tückisch könnte es werden, wenn Stürmerin Maroszan weiter so agil bleibt: Dzsenifer ist verdammt schwer zu schreiben. Tipp an die Eltern: Nehmt lieber Jenny oder so. Rät einer, der sich keine Sorgen um zu viele Geschlechtsgenossen gleichen Namens machen muss.