Nackenhaare

Biomüll. Bei dem Thema Müllgebühren sträuben sich bei allen Oberhausenern die Nackenhaare. Mich würde ein Vergleich mit anderen Ruhrgebietsstädten wie Duisburg und Gelsenkirchen interessieren. Sammeln diese Städte auch zu wenig Biomüll? Bekanntlich können in diesen Städten Grünabfälle an allen Recyclinghöfen kostenlos angeliefert werden. Gleichwohl sind die Kosten für eine Biomülltonne nur unwesentlich teurer. Die Duisburger bieten die Biomülltonne auch als Gartensaisonbehälter für die Monate April bis Dezember an. Was macht der Oberhausener mit einem großen Garten? 240 Liter-Biotonne im April bestellen und im November abmelden. Diese reicht aber in den Sommermonaten nicht aus. Wenn dann nicht alles in die Biotonne passt, wird der wertvolle Biomüll in die Restmülltonne gepresst bzw. bis zum nächsten Abholtermin gehortet oder gar in Duisburg über einen Bekannten mit Duisburger Personalausweis entsorgt. Das Duisburger Konzept scheint den Zweck zu erfüllen und wesentlich bürgerfreundlicher zu sein. Hier werden bereits 68,3 Kilogramm Biomüll pro Einwohner und Jahr gesammelt. Übrigens: Die Grünabfallsäcke sind keine Alternative, weil viel zu teuer, von ganz schlechter Qualität und damit maximal für Rasenschnitt geeignet. Günter Kastner

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