Nachholbedarf

Infoabende zu Flüchtlingen. Ein schöner Aspekt der Veranstaltung vom 24.März war, dass so eine zahlreiche Resonanz an Bürger für diese Informationsveranstaltung vorhanden war. Aber im Bereich der Leitung einer Diskussion, der Informationsweitergabe und der Anwesenheit von wichtigen Personen der Stadtverwaltung, ist noch viel Bedarf an Verbesserung nötig.

Ein wichtiger Punkt in der Fragerunde war, wie die Stadt Oberhausen die Finanzierung bewältigen will, da jedem bekannt ist, dass Oberhausen nur über einen Nothaushalt verfügt. Unser Stadtkämmerer muss jetzt schon Einsparungen für den kommenden Haushalt vornehmen. In den Ausführungen von Frau Münich wurde dargelegt, dass die Stadt Oberhausen die nötigen Mittel für die Unterkunft der Asylbewerber von Bund und Land zum größten Teil zur Verfügung gestellt bekommt. In der NRZ vom 26. März ist schon zu lesen, dass die Kommune den Löwenanteil von 77 Prozent der Kosten übernehmen muss. 32 mögliche Standorte stehen zur Verfügung, von denen bis jetzt nur vier ausgesucht wurden. Man muss sich die Frage stellen, warum z.B. Stadtteile wie Königshardt oder Klosterhardt außen vor gelassen werden. Mit Verwunderung stellte ich fest, dass unser Stadtoberhaupt, Oberbürgermeister Wehling, der Diskussion nicht von Anfang an beiwohnte und unser Bundestagsabgeordneter Herr Vöpel der durch Abwesenheit glänzte. Weiterhin kann man für so ein wichtiges Thema nicht nur mit anderthalb Stunden Diskussionszeit ansetzen. Ich habe das Gefühl, dass unsere Stadtoberen schnell die Diskussion beenden wollten, um sich nicht weiteren unbequemen Fragen aussetzen zu müssen. Herr Wehling hätte wenigstens am Schluss ein paar Worte an seine Bürger richten können.