Nachbarn der Bandidos in Oberhausen fordern Mietminderung
01.02.2012 | 18:10 Uhr 2012-02-01T18:10:00+0100
Oberhausen. Von Revierkämpfen, von einem „Rocker-Krieg“ zwischen Bandidos und Hell’s Angels ist nach den Vorfällen in NRW die Rede. „Wir leben also in einem Kriegsgebiet, da müssten wir doch die Miete mindern können.“ Sagen Bewohner des Hauses, in dessen Hinterhof sich die Bandidos einquartiert haben.
Von Revierkämpfen im Rockermilieu ist die Rede. Oft sogar von einem Krieg der rivalisierenden Banden . Auch in Oberhausen fielen Schüsse auf ein Haus, in dem ein hochrangiger Bandido wohnt . Weshalb Mieter des Hauses Marktstraße 188, in dessen Hinterhof sich das Domizil des Oberhausener Bandido Chapters befindet, nun messerscharf folgern: „Wir leben hier also in einem Kriegsgebiet, da müssten wir doch die Miete mindern können.“
„So lange aber nichts passiert, kann man nicht die Miete mindern“
Die Mieter befürchten, dass bei Angriffen auf die Rocker-Unterkunft Schäden am Haus entstehen, vielleicht viel Schlimmeres passieren könnte. „Wer garantiert mir, dass bei einem Schusswechsel nicht einer von uns getroffen wird“, fragt ein Haubewohner.
Anschläge, verletzte Menschen, Sachbeschädigungen – all das mögen mögliche Gefahren sein. „So lange aber nichts Konkretes passiert, kann man nicht einfach die Miete mindern“, sagt Thorsten Wenk, Rechtsanwalt beim Mieterschutzbund. Erst wenn etwas passiere, könnten die Mieter an den Vermieter herantreten. „Der müsste auf die Bandidos einwirken, dass Auseinandersetzungen künftig unterbleiben.“
Wenk bezieht auch zu den Schüssen auf das Haus an der Christian-Steger-Straße Stellung, verdeutlicht, wie schwierig das Thema ist: „Was soll der Vermieter dort machen? Der kann dem Bandido schlecht kündigen, weil auf ihn ein Anschlag verübt worden ist.“
Etwas anders sieht es aus, wenn sich Mieter konkret belästigt fühlen. So beschwert sich ein älterer Bewohner des Hauses an der Marktstraße über Motorradlärm: „Im Sommer können Sie hier nicht schlafen.“ Wenk: „Wenn die Rocker zu jeder Tages- und Nachtzeit ausfahren und dadurch eine Lärmbelästigung entsteht, sollten die Mieter wegen des Problems zunächst auf den Vermieter zugehen.“ Reagiere der nicht, könne möglicherweise die Miete gekürzt werden. Wenk rät, sich in jedem Fall immer an den Mieterschutzbund zu wenden.
Nachbar mit schusssicherer Weste
Einer der Mieter, der früher selber Motorrad gefahren ist und die Bandidos bisher als „freundliche Jungs“ erlebt hatte, hat das Lärm-Problem schon auf seine Art angesprochen: „Wenn ihr noch mal wie die gesenkten Säue über den Hof fahrt, schmeiß’ ich euch einen Blumenpott an den Kopf.“ Doch auch er überlegt sich: „Wir wissen nicht, was passiert, wenn sich einer von uns mal richtig mit einem von denen anlegt.“ Die „netten Jungs“ sehen ja auch alle recht auffällig aus mit „Irokesenschnitten“ und ordentlich „Muckis“.
Manche Veränderungen seit der vergangenen Woche sorgen die Anwohner zudem. „Ich habe kürzlich mit einem Bandido gesprochen, der trug eine schusssichere Weste. Er wird wissen, warum“, erklärt ein Hausbewohner. Dann hätten die Rocker plötzlich am Tor blaue Müllsäcke als Sichtschutz angebracht. „Das fanden wir nicht gut“, sagen die Bewohner. Jetzt schützen Schilfmatten am Zaun die Bandidos in ihrer Unterkunft vor neugierigen Blicken.
Neu seien auch die Polizeikontrollen. „Die Polizei passt auf, wer hier auf den Hof fährt“, sagen die Hausbewohner. Sie wissen auch, dass die Nachricht vom Rockerkrieg sogar bis nach Australien schwappte: „Eine ehemalige Nachbarin, die mittlerweile dort lebt, hat schon gefragt, was ist denn bei euch los? Ist da jetzt Krieg?“ – „Eigentlich wollten wir hier in Ruhe unsere alten Tage verbringen“, resümieren die Bewohner.

22:01
äh, nix für Ungut, aber Sie sollten den Kommentar von kohwalski wohl nochmal genauer lesen.
In meinen Augen geht´s da in erster Linie um Kritik an der Presse und darum das einige Untaten bestimmter Gruppierungen eher als Schlagzeile tauglich scheinen, als andere.
Niergends wird da irgentetwas verhamlost......
19:17
@kohwalski
Natürlich, das sind ja nur kleine Jungs die spielen wollen.
Ich finde diese Verharmlosung durch Sympathisanten so lächerlich ....
Vermutlich sind die armen Rocker alle verkappte Homosexuelle und weil sie alle so unterdrückt werden, dreht halt ab und an mal ein Schäfchen am Rad und murkst dann ein anderes Schäfchen von einer anderen armen Minderheit ab.
Aber ist ja nicht so schlimm, eigentlich wollen die nur spielen?
Gehts noch, das sind üble Kriminelle die in den Knast gehören und nicht auf die Straße. Was soll das mit den Migranten und der Presse? Migranten sind genauso bei den Bandidos wie auch bei den Angels zu finden, nur muss die Presse da gesondert darauf hinweisen?
Vielleicht hätten sie noch schreiben sollen, das die lieben Jungs sich nicht nur gegenseitig in den Arm nehmen, sondern auch noch die Nachbarn auf den Sommerfesten?
Piep, piep, piep wir haben uns alle lieb gehört doch eher in den Kindergarten und nicht in die organisierte Kriminalität, obwohl es kaum Unterschiede zwischen einer Bande im Kindergarten und der Ehre der Rocker gibt.
17:50
Genau-die Miete mindern und mit dem eingesparten Geld das Hirn renovieren...Kinders...gehts noch?Zu kohwalski...Hut ab...mich wundert,dass Ihr Kommentar mit so viel Kritik an der Presse noch nicht blockiert wurde....
16:55
Aha, die Presse jagt eine Sau durchs Dorf und schon kommen Leute daher und wittern ihre Chance, Kohle machen zu können. Das ist Schmarotzertum.
Es gab "einzelne" Vorfälle in den letzten Wochen und die werden ausgeschlachtet. Andere "einzelne" Vorfälle, die eben auch oft bei bestimmten in sich geschlossenen Grüppchen passieren, werden wohlwollend ausgespart. Heißt das jetzt, dass die (von gewissen politischen Positionen voreingenommene?) Presse bestimmt, welche Gesetzesverstöße böse und welche (eben oft die multikulturellen) zu tolerieren sind? Oder anders: Sind das nicht einfach nur 3 Einzelfälle, wie bei den anderen geschlossenen Gruppen auch? Ach in abgegrenzten Gruppen gibt es keine Einzelfälle? Doch die Presse ist voll davon, jeden gottverdammten Tag.
16:25
Wer sein Fahrzeug sprich in diesem Fall sein Motorrad für kriminelle Machenschaften missbraucht, fehlt die charakterliche Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges mit Verbrennungsmotor. Das Straßenverkehrsamt kann die Fahrerlaubnis einziehen und die Herren Rocker können sich auf Bonanza-Fahrrädern mit Fuchsschwanz treffen.
Wie sagt der Jurist:
Quod erat demonstrandum (Was zu beweisen wäre). Das soll heißen, bevor das Straßenverkehrsamt die Fahrerlaubnis entzieht muss es erst mal jedem einzelnen Mitglied die Ungeeignetheit nachweisen. Das dürfte so einfach auf dem Ratzfatz Weg nicht gehen. Glücklicherweise leben wir in einem Rechtsstaat in dem das Recht nicht gebeugt wird, nur weil der "gesunde Volkswille" Blut sehen will.
16:07
Bundesweit verbieten, Clubheime, Konten und Bikes beschlagnahmen und es herrscht erst mal Ruhe vor dem Pa..
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Ist Ihnen "Rechtsstaat" einfach nur kein Begriff, oder ignorieren Sie ihn nur gerne!?
16:01
Ich bin sicher kein Freund von solchen "KING KONG" Clubs, aber die Kläger sollten anstatt Mietminderung zu fordern sich selbst mal auf Hirnminderung durchchecken lassen.
14:42
Ja klar, Mietminderung. Damit ist das Problem dann gelöst oder wie? Hätte ein Mitbewohner tatsächlich Angst, in einen "Rockerkrieg" hineingezogen zu werden, würde er alles daran setzen auszuziehen.
So bleibt der Geschmack, das alle nur ihren eigenen Vorteil suchen.
14:24
wie kann man mit einer mietenkürzung vermeiden, bei einem schusswechsel getroffen zu werden?
18:31
Na, irgendwas wird schon noch passieren damit ihr endlich eure Miete kürzen könnt. Und wenns die Zigarettenkippe ist die da jemand auf den Boden schmeißt.
Sie scheinen sich ja riesig zu freuen über die neuen Bordellbesitzer, die in Oberhausen Einzug gehalten haben.
@Angelinola
Darum gehts doch gar nicht. Von mir aus soll die Stadt den Puff schließen, dann ist dieses "Geschäftsfeld" für die schonmal weg.
Wenn ich mich so dermaßen bedroht fühle (meinerseits nachvollziehbar), dann ziehe ich da weg und suche nicht nach einem Grund die Miete zu kürzen, weil das kein Mittel ist mein Leben zu schützen, sondern nur um Geld zu sparen.
In anderen Kommentaren von mir zu dieser "Terrorgruppe" könne Sie lesen, das ich diese Gruppe in keinster Weise toleriere. (Haha) Und dabei kenne ich sogar noch den, der denen die Räume vermietet hat. Galgenhumor!
Ich finde es völlig richtig, dass die Nachbarn im Rahmen ihrer Möglichkeiten Druck machen.
@ ichweisswie, den potentiellen Gefährdeten zum Umzug zu raten kann ja wohl nicht die Lösung sein!
- was, wenn diese sich einen Umzug nicht leisten können?
- was, wenn diese schon viele Jahre dort wohnen und ihr Umfeld nicht verlassen wollen?
Wenn jemand dort weg sollte, dann ja wohl die Verursacher und nicht die möglichen Opfer!
Interessanter Bericht:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/videos/minuten353.html
Wer sind denn das diese Witzfiguren?
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
@asso1904
Wen meinen Sie?