Multumesc heißt Danke
14.09.2010 | 18:27 Uhr 2010-09-14T18:27:00+0200
Schüler des Elsa-Brändström-Gymnasiums engagieren sich für Rumänien und laden im Oktober zum Benefizkonzert ein
Julia Barth hat ihre Schulzeit am Elsa-Brändström-Gymnasium eigentlich schon hinter sich. Trotzdem sitzt die 19-Jährige im Klassenraum in der ersten Etage: Gemeinsam mit anderen Elsa-Schülern will sie über ein Projekt sprechen, das den jungen Menschen am Herzen liegt: „Pupils for the Poor“ nennt sich die Schüler-AG, in der sich rund 20 Jugendliche für die sozial Schwachen Rumäniens engagieren. Am 1. Oktober laden die Schüler zum Benefizkonzert ein. Der Erlös geht nach Rumänien, in die Stadt Lipova, in die die Oberhausener jedes Jahr reisen, um selbst zu sehen, woran es vor Ort mangelt.
Mit so einer Reise hat das Projekt auch angefangen: Kurz nach der Jahrtausendwende fuhr Dr. Susanne Fellbecker, Lehrerin der katholischen Religion, nach Rumänien, um eine ehemalige Kommilitonin zu besuchen. Diese hatte in Lipova eine Caritas-Station aufgebaut, von Problemen und dem Mangel an helfenden Händen berichtet.
„Es ist erschreckend zu sehen, wie die Menschen dort leben.“
Kein Jahr später stiegen zehn Schüler erstmals in den Flieger, blieben sieben Tage in Lipova. „Dort betreuen wir immer ein Projekt, das uns die Caritas zuweist, renovieren zum Beispiel eine Wohnung“, erzählt Julia, die 2008 erstmals in Rumänien war. „Es ist erschreckend zu sehen, wie die Menschen dort leben, teils in Hütten, teils ohne Strom und fließend Wasser“, sagt Katrin Sauerteig (16) und berichtet umso freudiger von den Kinder- und Seniorennachmittagen, die sie in Lipova organisieren. „Dann gibt es Spiele, Kuchen und jede Menge zu erzählen.“ Bekanntschaften sind entstanden, man schreibt sich, trauert gemeinsam um Verstorbene.
Vor jeder Reise treffen sich die Schüler zu einem Vorbereitungswochenende, lernen Rumänisch, „das Nötigste“, sagt Jennifer Peters (18), „dazu gehört das Wort Danke: Multumesc.“ Denn obwohl viele Rumänen wenig zum Leben haben, teilen sie das Wenige gerne mit ihren Gästen: „2008 haben wir das Haus einer älteren Frau renoviert“, erinnert sich Helena Esser (19). „Sie wollte sich erkenntlich zeigen und hat ihren Sohn geschickt, uns etwas zu essen zu kaufen. Dabei hätte sie das Geld für sich selbst gebraucht.“
In diesem Jahr reist die AG nicht nach Lipova, auch deshalb kamen bisher keine neuen Schüler in die Gruppe. „Mit dem Konzert wollen wir auch auf uns aufmerksam machen“, sagt Angsar Hastenpflug (19). Er weiß: „Das System vor Ort können wir nicht ändern, aber die Situation der Menschen etwas verbessern. Kleine Schritte helfen.“
NorocK - Rocken für Rumänien
„Noroc“ heißt Prost und das Benefizkonzert am 1. Oktober soll dementsprechend wieder ein geselliger Abend werden. Auf der Bühne im Gdanska stehen diesmal die Musikgruppen All Night Outside, Soloalbum (früher Handicap) und Take Viki. Einlass ist um 19.30 Uhr, los geht’s um 20 Uhr. Karten kosten 5 Euro im VVK (6 Euro AK). Die Einnahmen kommen komplett den sozial Schwachen in Rumänien zugute.

15:17
Hallo,
ich finde es gut das diese Partnerschaft nach Rumänien gepflegt wird.
Leider sind die Zustände hier im Land (ich lebe in Rumänien) so, das viele soziale Projekte, die auf Unterstützung und Spenden aus dem Auland angewiesen sind, mangels Geld geschlossen bzw. heruntergefahren werden müssen.
Deshalb: Bitte weitermachen. Viele Menschen hier brauchen diese Unterstützung.
Im Übrigen: Man sagt zwar beim Trinken Noroc, aber das heist eigentlich Glück das man sich wünscht. Genauso wie s?n?tate für Gesundheit.