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Mit dem Schülerausweis zum Lesestoff

18.01.2010 | 17:25 Uhr

Kooperation zwischen der Gesamtschule Osterfeld und der Stadtteilbibliothek: Seit dem Sommer können die Schüler ihren Schülerausweis als Büchereiausweis nutzen. Diese Kooperation biete viele Vorteile, betonen die Verantwortlichen.

Geht den Schülern der Gesamtschule Osterfeld in Zukunft das Lesefutter aus, können sie besonders leicht Nachschub organisieren. Alles was sie brauchen, ist ihr Schülerausweis. Diese einmalige Kooperation stellten gestern Schulleiterin Ingrid Wenzler und Hans-Dietrich Kluge-Jindra, der stellvertretende Leiter der Stadtbibliothek, offiziell vor. Auf den Schülerausweisen der Gesamtschule prangt seit dem Sommer ein Strichcode und eine Benutzernummer, die von der Bücherei vergeben werden. So wollen Bibliothek und Schule, die sich ein Gebäude teilen, enger kooperieren.

Idee von außen

Schulleiterin Ingrid Wenzler.

„Seit meinem Dienstantritt habe ich überlegt, wie wir enger zusammen arbeiten könnten”, erklärt Ingrid Wenzel. Die Idee zu dieser Kooperation kam jedoch von Jürgen K. Schuster. Er ist Geschäftsführer der Firma Boys Girls Fotografie, die für die Herstellung der Schülerausweise zuständig ist. Ihm sei die räumliche Nähe der beiden Institutionen aufgefallen und habe die Idee weiter gegeben, sagt er.

Bei Schul- und Bibliotheksleitung stieß sein Vorschlag sofort auf Gegenliebe. Zusätzliche finanzielle Belastungen seien weder für die Schule noch für die Bücherei entstanden, betonen die Beteiligten.

Modell für andere Schulen

Hans-Dietrich Kluge-Jindra.

Im Gegenteil, alle setzen auf die Vorteile der Zusammenarbeit. „Wir erreichen 100 Prozent der Schüler” freut sich Hans-Dietrich Kluge-Jindra und sieht darin ein Modell für andere Schulen. Wie viele Schüler den Ausweis tatsächlich nutzen, weiß niemand. „Diese Zahlen haben wir nicht. Wir wissen aber, dass drei Viertel der Fünftklässler den Ausweis im Rahmen eines gemeinsamen Bibliothekbesuchs aktiviert haben”, sagt Stefanie Schinken, Leiterin der Osterfelder Bücherei.

Eine Verbindungslehrerin soll in Zukunft die Zusammenarbeit koordinieren und gemeinsame Projekte, wie etwa Lesetage oder thematisch passende Bücherkisten zum Unterrichtsinhalt, anstoßen.

Matthias Düngelhoff

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