Mindestlohn stärkt Kaufkraft

Mehr als 19 100 Menschen in Oberhausen werden ab Januar deutlich mehr Geld in der Brieftasche haben: Sie profitieren erstmals vom gesetzlichen Mindestlohn. Bislang verdienen sie weniger als 8,50 Euro brutto pro Stunde. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) mit.

Die NGG Ruhrgebiet beruft auf eine Mindestlohn-Untersuchung des Pestel-Instituts in Hannover. Demnach wird die Einführung des Mindestlohns einen enormen Effekt für die heimische Wirtschaft haben: Die Wissenschaftler gehen allein in Oberhausen von einer zusätzlichen Kaufkraft in Höhe von 36,9 Millionen Euro durch den Mindestlohn aus. „Im Schnitt wird jeder Oberhausener, der bisher einen Niedriglohn von unter 8,50 Euro bekommen hat, 2015 rund 1930 Euro mehr Geld zur Verfügung haben – allein durch den Mindestlohn“, sagt Yvonne Sachtje. Die Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet ist sich sicher, dass dieser zusätzliche Verdienst nahezu eins zu eins in den Konsum fließen werde: „Die wenigsten werden ihr Lohn-Plus auf die hohe Kante legen.“