Millionen-Projekt für Osterfeld in den Startlöchern

KKO-Aufsichtratschef Wilhelm Hausmann (l.) und KKO-Geschäftsführer Michael Boos am Mittwoch vor ihren Osterfelder Plänen
KKO-Aufsichtratschef Wilhelm Hausmann (l.) und KKO-Geschäftsführer Michael Boos am Mittwoch vor ihren Osterfelder Plänen
Foto: Strauch
Nur der nötige Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan durch den Rat der Stadt fehlt noch

Oberhausen.. Das Katholische Klinikum KKO ist fest entschlossen, am Osterfelder Marien-Hospital ein ambulantes Reha-Zentrum, einen Kindergarten, 40 Wohnungen und eine Tiefgarage zu erstellen – eine Investition von zwölf Millionen Euro.

Das versicherten KKO-Geschäftsführer Michael Boos und KKO-Aufsichtsratsvorsitzender Wilhelm Hausmann am Mittwoch in Osterfeld. Die SPD-Ratsfraktion und die Stadtspitze hatten kritisiert, dass das Projekt seit Jahren nicht vorankomme und man endlich Taten sehen wolle.

Enge Abstimmung mit der Stadt

Das KKO spielt den Ball nun zurück. „Je eher wir loslegen können, um so besser. Von der Umsetzung des Konzepts hängt schließlich die Auslastung und damit die Zukunft des Klinik-Standorts Osterfeld wesentlich ab“, sagt Hausmann. „Das darf sich nicht so lange hinziehen, das muss jetzt mal losgehen“, un­termauert Boos diese Aussage.

Beide erklärten, man stehe in enger Abstimmung mit dem Planungsdezernats des Rathauses und der Stadttochter OGM. Man habe alle notwendigen Infos, Planungen und Papiere geliefert – und warte nun nur noch auf den notwendigen Startschuss für den Bebauungsplan. „Die Stadt hat uns versprochen, dass der für die Investoren so notwendige Aufstellungsbeschluss noch vor den Sommerferien vorliegen wird“, gibt Hausmann an.

Fusion dreier Krankenhäuser

Das KKO ist 2013 aus der Fusion dreier Krankenhäuser hervorgegangen: St.-Clemens-Hospital in Sterkrade, St.-Joseph-Hospital an der Mülheimer Straße und St.-Marien-Hospital in Osterfeld. Es erwirtschaftet mit 2200 Beschäftigten und 820 Betten rund 110 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

Die Reha-Behandlung am Clemens genießt nach Angaben des KKO regional einen guten Ruf, könne aber dort angesichts des steigenden Zuspruchs von Patienten nicht weiter ausgebaut werden. Deshalb wolle man die Reha ins neue geplante Gebäude am Marien-Hospital verlagern – mit hundert Beschäftigten.

Kurze Wege für Patienten und Ärzte

„So können Patienten erst in der Orthopädie im Marien-Hospital stationär behandelt werden und danach ambulant im Reha-Zentrum. Das bedeutet kurze Wege für die Ärzte und Patienten“, sagt Boos. Das Leistungsspektrum der Reha solle künftig ausgebaut werden.

Das KKO will zusammen mit privaten Investoren das Gelände am Marien-Hospital bebauen, das bisher nur zu einem Drittel ihnen gehört und noch zu zwei Dritteln (Grundstück des früheren Hallenbads) der Stadt. „Für Osterfeld bringt das Projekt einen wertvollen Beitrag zur Stadtteilentwicklung“, sagt Hausmann.