Metronom Theater in Oberhausen sagt nach DSDS-Chaos Tag der offenen Tür ab
30.03.2011 | 18:49 Uhr 2011-03-30T18:49:00+0200
Oberhausen. Als Reaktion auf das Chaos bei der DSDS-Autogrammstunde hat Stage Entertainment nun seinen Tag der offenen Tür im Metronom Theater abgesagt. Gute Nachricht: Eine Zwölfjährige wurde als letzte Verletzte des Tumults aus dem Krankenhaus entlassen.
Nach dem Chaos bei der DSDS-Autogrammstunde am Sonntag gibt es im Centro weitere Konsequenzen: Stage Entertainment hat seinen Tag der offenen Tür im Metronom Theater für den 19. April vorerst abgesagt. Bereits jetzt zeichne sich ein hohes Zuschauerinteresse ab, daher werde das Konzept einer genaueren Prüfung unterzogen. „Sicherheitsaspekte in und um das Theater werden neu bewertet“, sagte Stage-Sprecher Stephan Jaekel.
Die Betreiber des Metronom Theaters behalten sich jedoch vor, die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Derzeit wird dort das Musical „Wicked“ gezeigt.
"Chaotische Zustände" am Hauptbahnhof
Die Tumulte bei der verunglückten DSDS-Autogrammstunde mit 60 Verletzten hat sich nicht nur auf die Coca-Cola-Oase beschränkt. Mehrere Augenzeugen sprachen von „chaotischen Zuständen“ an den Bussteigen am Hauptbahnhof. Hunderte vorwiegend junge Menschen wollten mit Bus und Bahn zeitgleich über die Trasse Richtung Centro fahren. Einsatzwagen und Ordnungskräfte fehlten.
„Wir sind über die Veranstaltung im Vorfeld nicht informiert worden“, sagt Stoag-Sprecherin Sabine Müller. Erst nachdem Meldungen über erhöhtes Fahrgastaufkommen die Leitstelle erreichten, hätte man reagieren können . „Wir haben alle verfügbaren Fahrer mobilisiert, um für die Rückreise zusätzliche Busse anbieten zu können.“
Ab 13 Uhr gab es Meldungen über Fußgänger auf der Trasse. Ab 15.30 Uhr hätten dann zusätzliche Busse für die nötige Entlastung gesorgt. Zu diesem Zeitpunkt war die Veranstaltung im Centro bereits abgebrochen worden. „Bis 17.30 Uhr haben wir zusätzliche Busse eingesetzt. Danach war dies nicht mehr notwendig.“ Das zusätzliche Aufkommen an Personen an der Haltestelle „Neue Mitte“ sollte zusätzlich durch den ebenfalls durch die Stoag alarmierten Sicherheitsdienst des Verkehrsunternehmens entspannt und koordiniert werden.
Ermittlungen laufen noch
Generell weist das Verkehrsunternehmen darauf hin, dass zusätzliche Busse auch eingesetzt werden, wenn es Großveranstaltungen erfordern. Bei 5000 Fans, die bei der Autogrammstunde erwartet wurden, hätte jedoch, so Sprecherin Sabine Müller, der reguläre Linienverkehr ausgereicht. „Auf alles, was darüber hinaus geht, müssen wir uns vorbereiten.“ So werden etwa bei zeitgleich stattfindenden verkaufsoffenen Sonntagen in der Innenstadt und dem Centro Einsatzwagen eingesetzt. Auch bei größeren Konzerten in der Arena würden, je nach Zeitpunkt der Veranstaltung, zusätzliche Fahrzeuge auf der Trasse fahren.
Die Ermittlungskommission der Polizei (EK „Oase“) sammelt derweil weiter Informationen zur Autogrammstunde. Rechtsdezernent Frank Motschull begrüßt die Ermittlung der Beamten und kündigte an, dass die Stadt der Polizei alle Akten und Unterlagen zur Verfügung stellen werde, die zur Bewertung der Ereignisse vom Sonntag beitragen könnten. Gute Nachrichten kommen indes aus den Krankenhäusern: Die letzte verletzte Person , ein zwölfjähriges Mädchen, konnte am Mittwochmittag das Krankenhaus wieder verlassen. 28 Personen mussten ursprünglich eingeliefert werden.

18:58
Ins Metronom kommt doch ein ganz anderes Klientel.
Ich finde es schade das der Tag der offenen Tür abgesagt wurde! Tat nicht Not!
12:19
Da die Karten für den Tag der offenen Tür nur begrenzt im Vorverkauf zu erwerben waren, wo sollen denn dann die Massen herkommen? Ohne Karte kommt sowieso keiner da rein!
21:44
5-600 Leute wären bestimmt gekommen...
Absage also richtig und verständlich!
15:49
#4 von Beffchen
Was da schief lief? Ihre Aufsicht!!!!
13:48
#4 Beffchen: Schon mal darüber nachgedacht, dass die beste Betreuung für Jugendliche und Kinder die eigenen Eltern sind ?!?
Wo waren Sie - die sich selbst bezeichnende betroffene Mutter eines Mädchens - denn, wenn ich mal fragen darf ?
11:02
Jetzt wird schon nach einer Notfallseelsorge gerufen.
Ich fass es nicht.Wofür denn ?
Es ist doch überhaupt nichts passiert.Da sind ein paar Teenies wegen Ihrem Nervtötenden Geschrei umgefallen,und hier wird nach Notfallseelsorge gerufen.
In Duisburg da war die Notfallseelsorge mehr als nötig,die Menschen in Japan brauchen dringend eine Notfallseelsorge,aber ganz bestimmt nicht die ungezogenen Gören vom Sonntag.
Da flippen am Sonntag ein paar Zahnspangenteenies aus,und alle müssen jetzt darunter leiden,weil jetzt alles abgesagt wird.
10:16
Langsam sollten alle in der Lage sein, Situationen objektiv zu betrachten. Auch wenn hier wieder schlimme Dinge passiert sind. Wir sind auf dem besten Weg aus Sicherheitsgründen alles abzusagen - und landen bald in veranstlltungsleeren Räumen aus Sicherheitsgründen. Das darf so nicht sein, würde nämlich genau so bemängelt werden.
Vielmehr müssen sich langsam Fan´s egal wo- Fußball, andere Veranstalltungen und AUTOGRAMMSTUNDEN gedanken um ihr teilweise unzumutbares Verhalten gedanken machen. Wenn diese Fan´s zu jung sind müssen die Eltern tätig werden. Immer wieder sind es einige Personen die durch provokantes Verhalten oder gar Werfen von Gegenständen solche Situationen forcieren. Bei normalem Teenie-Geschrei bei genügend Platz wäre nichts passiert, aber dann geht die schubserei los um noch 1,5 cm näher zu kommen. Es werden Mülleimer, Gitter, Dächer entgegen der Vernunft beklettert und dann passiert es eben.
Haupsache nahe drann!!!!!!!!!!!!!!!!
ABER: Wer sind die DSDS-Leute - bei weitem keine Stars. Man denke mal nach welche zu Stars geworden sind - keine - nur kleine Strohfeuer am Musikhimmel!
10:07
Der Staat hat Anlaufstellen wie Jugendzentren erheblich in Stärke und Angebot gesenkt bis hin abgeschafft. Gestern habe ich erfahren, das es für blinde Menschen zur Zeit nur 2 Blindenheime - bald nur noch 1 in tiefen Bayern - für Erhohlung und Veranstaltungen gibt. Für blinde Jugendliche eine fatale Situation, wiel sie sich als Gruppe nur überregional zusammen konmmen können. Das ist traurig, wie unsere Jugend nur noch von gierigen Unternehmen unterhalten werden sollen. Deutschland schafft sich aus Profitgründen menschlich ab.
08:47
Als betroffene Mutter eines Mädchens frage ich mich, warum es in all dem Chaos keine Betreuung für die Jugendlichen und Kinder gab? Warum wurde die Notfallseelsorge nicht alarmiert? Sie ist doch für alle Menschen in dieser Stadt da, wofür zahl ich denn Kirchensteuer? Was lief da schief?
08:12
Das ist doch alles langsam einfach nur noch lächerlich!!!
Wann wird denn die Cranger Kirmes dann nicht mehr stattfinden?! Oder Konzerte jedweder Art?!
Meine Güte, nur weil die Menschen alle immer total unkoordiniert durch die Gegend tingeln (besonders angesprochen jene, die im dichten Gedränge natürlich mitten im Weg stehen bleiben um sich zu unterhalten: am Rand wär ja langweilig), drängeln, mit Kinderwagen und Hunden durch Großmassen marschieren wird die Schuld immer auf die Veranstalter geschoben.
Jeder von uns hat doch wohl genug Verantwortungsbewußtsein und Grips, um sowas zu umgehen. Und, was auch einfach fehlt ist gegenseitige Rücksichtnahme.
Wenns vor mir nicht weitergeht MUSS ich nicht drängeln.
Natürlich tun mir auch die Kids leid, die im Krankenhaus gelandet sind, aber ich denke, dass auch dies nicht von ungefähr gekommen ist. Wenn man einfach mal auf die Sicherheitsleute hören und nicht immer nur ich will aber denken würde, wärs dazu nicht gekommen.