Meldebescheinigung kam in fünf Briefen

NRZ-Leserin Sabine K. (Name geändert) staunte vor wenigen Tagen nicht schlecht, als sie den Inhalt ihres Briefkastens etwas näher betrachtete: gleich fünf Briefe der Stadtverwaltung hatten K., eine ehemalige städtische Mitarbeiterin, auf einmal erreicht. Nach dem Öffnen der Briefe wich die Verwunderung und Verärgerung machte sich breit, denn es wurden mitnichten fünf unterschiedliche Schriftstücke versendet. „Es war meine Meldung für die Sozialversicherung, die aufgeteilt auf fünf Blätter kam. Für jedes Blatt ein einzelner Brief.“

Bei der Post fragte sie nach, ließ die Blätter wiegen. „Alle Blätter in einem Brief verschickt hätten 85 Cent an Porto gekostet. So musste die Stadt, und somit wir Bürger, 3,10 Euro zahlen. Das ist ein Vielfaches.“ Sie fragte sich, „ob diese Verschwendung System habe“ und etwa mit einer automatischen Abwicklung der Post in der Verwaltung zusammenhänge. Die NRZ hakte bei der Stadt nach.

„Diese Schriftstücke werden noch von Hand versandt“, erklärt Stadtsprecher Uwe Spee, der sich den Sachverhalt von der zuständigen Stelle erklären ließ. Das liegt unter anderem daran, dass solche Sozialversicherungs-Meldescheine keine Strichcodes besitzen – im Unterschied zu anderen Schriftstücken, welche die Stadt verschickt.

„In diesem Fall scheint es einen bedauerlichen Irrtum gegeben zu haben“, so Spee, der zudem von einer absoluten Ausnahme spricht.