Mehr Verkehrsunfälle: 6970 Mal hat's gekracht
25.02.2008 | 19:15 Uhr 2008-02-25T19:15:21+0100POLIZEISTATISTIK. In 2007 gab es 151 Unfälle mehr als im Vorjahr und 24 mehr Schwerverletzte. Drei Verkehrstote. Rückgang bei Zweiradunfällen.
Insgesamt 151 mehr Unfälle als im Vorjahr, ein Anstieg bei Unfällen mit hohem Sachschaden, 24 mehr schwerverletzte Menschen. Das ist die Negativseite. Weniger verunglückte Zweiradfahrer, deutlich weniger Unfälle unter Drogen- und Alkoholeinfluss - das sind die positiven Entwicklungen: Gestern stellte die Polizei die Verkehrsunfallstatistik des vergangenen Jahres vor.
Im Jahr 2007 hat's auf den Straßen 6970 Mal gekracht, das sind 2,2 Prozent mehr Unfälle als 2006. Trotz dieser Steigerung steht die Stadt damit noch besser da als das Land NRWinsgesamt, wo die Unfälle um 3,2 Prozent zunahmen. Häufigste Unfallursache waren Fehler beim Abbiegen und Wenden (41,6 Prozent), gefolgt von Vorfahrtsmissachtungen (18,7) und zu schnellem Fahren (10,3). "Wer sich an die vorgeschriebenen Tempolimits hält, senkt nicht nur die Unfallgefahr, sondern auch die von schwerwiegenden Folgen", wirbt Polizeipräsidentin Heide Flachskampf-Hagemann für vernünftige Fahrweise.
Bei 787 Unfällen gab es Verletzte, darunter 123 Schwerverletzte (mindestens ein Tag Krankenhausaufenthalt). Wie schon im Vorjahr kamen auf hiesigen Straßen wieder drei Menschen ums Leben. Insgesamt ist die Zahl der "Unfälle mit Personenschaden" um 8,4 Prozent gestiegen, im Landesdurchschnitt nur um 3,9 Prozent. Die Zahl verunglückter Kinder blieb mit 91 unverändert.
Eine positive Entwicklung gab's bei Unfällen mit Zweirädern: Die Zahl der verunglückten Radfahrer ging auf 128 (- 6,6 Prozent), die der Kradfahrer auf 33 (-7,7 %) zurück.
Weiter gesunken ist auch die Zahl der Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss (Alkohol und illegale Drogen). 93 Fälle wurden registriert, zehn weniger als im Vorjahr. Damit liegt Oberhausen im Vergleich der 47 Kreispolizeibehörden auf Rang vier. Besonders positiv ist die Entwicklung der Unfallzahlen bei jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre). Hier ging die Zahl von 127 auf 108 (-15%) zurück.
Vor allem bei der Zahl der Unfälle junger Menschen unter Alkohol- und Drogeneinfluss setzt sich Oberhausen positiv vom Landesschnitt ab: 18 Unfälle gab's in 2007. Bei Kontrollen (vor allem an Wochenenden in der Nähe von Großdiscos) zog die Polizei insgesamt 82 junge Fahrer aus dem Verkehr, noch bevor sie in einen Unfall verwickelt werden konnten, 39 von ihnen hatten illegale Drogen konsumiert.
Traurig: Fast jeder fünfte Unfallfahrer (insgesamt 1274/- 3,9%) machte sich einfach aus dem Staub, 53 Mal sogar, nachdem Menschen verletzt wurden. "Das ist besonders bitter", so Flachskampf-Hagemann. Aufklärungsquote: 42,1 Prozent.

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