Mehr Unterstützung für Kindertagesstätten

Die Betreuung für unter dreijährige Kinder zu gewährleisten, stellte sich auch im vergangenen Kita-Jahr wieder als eine der größten Herausforderungen für den Kita-Zweckverband dar. Der Dachverband der Katholischen Kindertageseinrichtungen im Bistum Essen legte jetzt seinen Tätigkeitsbericht fürs Kita-Jahr 2013/2014 vor. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf Planung und Umgestaltung von benötigten Immobilien sowie auf die Anpassung der pädagogischen Konzeption gerichtet.

Im Kita Jahr 2012/2013 ging man bei der Jugendhilfeplanung noch von 390 fehlenden Betreuungsplätzen aus. Für das kommende Jahr 2014/2015 sind – im Rahmen der Betriebserlaubnis – Überbelegungen in allen Kindertageseinrichtungen geplant, um die Sicherung des Ü3 Rechtsanspruchs (Kita Platz für über 3 jährige) zu erreichen. Die Stadtverwaltung hat bereits zugesagt, den vollständigen Trägeranteil für zusätzliche Plätze in Kitas zu übernehmen.

Jeder vierte Haushalt mit Kindern bezieht in Oberhausen Sozialleistungen, mehr als jedes dritte Kind lebt in einer armutsbelasteten Situation. Am schwierigsten ist die soziale Lage von Familien in der Innenstadt und in Lirich-Süd. Da die Betreuung von Kindern aus schwierigem Umfeld oft besonders anspruchsvoll ist, wurden Oberhausen zusätzliche 750 000 Euro vom Land zugewiesen. Zukünftig soll es fünf katholische Kindertageseinrichtungen geben, die als „plusKita“ gelten und deshalb mehr Finanzmittel zur Betreuung sowie zusätzliche Sprachfördermittel erhalten.

In der Vergangenheit war es immer wieder auffällig, dass Erstklässler bei den Schuleingangsuntersuchungen im Bereich der Bewegungsentwicklung negativ auffielen. Mit dem Programm „Kids aus’em Sitz“ soll das verbessert werden. Beratungen, Fortbildungen sowie fachpersonelle Begleitung soll Erziehern dabei helfen, die Kinder bei der Weiterentwicklung ihrer Bewegungsmöglichkeiten zu fördern. Bereits zwölf Oberhausener Kitas wurden im Laufe des Jahres als Bewegungskindergärten ausgezeichnet. Die Kita St. Josef auf der Lehmbachstraße hat die Auszeichnung zum Agenda-Kindergarten bekommen. Das heißt, den Kindern wird beigebracht, umweltbewusst zu handeln.