Mehr Jobs für Langzeit-Arbeitslose

Je länger ein Mensch arbeitslos ist, desto geringer werden seine Chancen, jemals wieder in Arbeit zu kommen. Ist der Betroffene jenseits der 50, hat er keine Ausbildung, hat er gesundheitliche Handicaps, dann sinken seine Perspektiven weiter rapide. Jochen Kamps, Chef der Oberhausener Arbeiterwohlfahrt (Awo), verlangt daher: „Wir brauchen einen dritten Arbeitsmarkt.“

Eine Stadt könne allein nur wenig ausrichten, Bundes- und Landesprogramme seien hier erforderlich. „Ein Landesprogramm soll kommen. Der Bund wird ein Programm auflegen. Sobald die Kriterien Anfang 2015 klar sind, werden wir mit der Stadt klären, was wir wie umsetzen.“ Dabei werde man sich auch gegen Widerstände aus der Wirtschaft durchsetzen, so Kamps. Das werde nicht einfach: Private Betriebe betrachten staatlich finanzierte Arbeiten mit Argusaugen, da diese unfaire Konkurrenz für Firmen sein können.

Mit der Stadt sollen laut Kamps 30 Stellen auf dem dritten Arbeitsmarkt eingerichtet werden: Hausmeisterdienste oder Grünpflegearbeiten seien geeignet.