Mehr als ein Gebäude

Die Zechen und die Kumpel haben Oberhausen und das Ruhrgebiet groß gemacht. Die markanten Pütt-Gebäude waren ein Symbol der Arbeiterbewegung und des Zusammenhalts, der Solidarität. Dann ist es eine Zeit lang ruhig geworden um die Zechen – bis sie als ein wichtiges Stück Industriekultur entdeckt worden sind. Das spricht sich rum – auch das macht das Ruhrgebiet interessant und sogar einen Sommer lang zur Kulturhauptstadt. Deswegen darf eine solche Zeche wie in Sterkrade nicht brachliegen, nicht verkommen. Es ist ein Stück Geschichte, ein Denkmal und auch ein Gefühl. Das Fördergerüst ist eins der wenigen erhaltenen dreibeinigen Strebengerüste im Ruhrgebiet. Die Zeche Sterkrade muss den Bürgern zugänglich sein, muss zu einem Ort des Erlebens, des Verweilens werden. Ein Literatur-Café ist eine nette Idee. Die Initialzündung kommt von Oberhausener Bürgern. Das zeigt: Es gibt sie, die Ideen für diese Stadt. Sie müssen nur laut ausgesprochen und gehört werden. Doch dürfen bürokratische Auflagen jetzt keine Hürden darstellen, die das Projekt am Ende scheitern ließen.