Medikamente gehören nicht in die Toilette

Die Situation ist in Oberhausen nicht anders als in jeder anderen Stadt in Deutschland. Es werden viel zu viele Arzneimittel verordnet oder gekauft, die nicht vollständig genommen werden. Sofern möglich, sollte man kleine Packungsgrößen wählen, sagt Dietmar Zehentner von der Barmer-GEK Oberhausen.

Arzneimittel haben ein Verfallsdatum, deshalb sollte man die Verpackung und den Beipackzettel bis zum Ende der Behandlung mit dem Medikament zusammen aufbewahren. „Restbestände an Tabletten, Tropfen, Salben oder sonstige Formen von Medikamenten dürfen nicht weiterbenutzt werden und sollten entsorgt werden. „Sichten Sie drei- bis viermal jährlich Ihren Arzneimittelschrank und sortieren Sie alte Arzneimittel über dem Verfallsdatum und angebrochene Restpackungen aus.“

Auf keinem Fall dürfen Medikamente in die Toilette oder frei zugänglich in den Biomüll geworfen werden, denn: „Arzneiwirkstoffe wie Schmerzmittel, Antibiotika oder Blutdrucksenker können in Kläranlagen oft nicht vollständig herausgefiltert werden. Verhindern ließe sich dieses Umweltrisiko für Mensch und Tier, indem nicht mehr benötigte Medikamente im Restmüll entsorgt werden. Dann bitte zerkleinert und in nasses Zeitungspapier eingewickelt. Die Nässe löst die Arzneimittel teilweise auf, macht das Auffinden für Kinder damit schwer und verhindert, dass im Fall der Fälle größere Mengen verschluckt werden“, sagt Zehentner. ein weiterer Tipp: Heute bieten die meisten Apotheken bereits eine Rücknahme von Altarzneimitteln an, und das auch kostenlos.