„Man kommt sich vor wie ein Bittsteller“
13.02.2012 | 18:12 Uhr 2012-02-13T18:12:00+0100
Oberhausen.Seit Ende 2006 ist Thorsten Bartz schon arbeitslos, sein Projektpartner Randolph Rose sogar schon seit 2002. Beide beziehen Hartz IV , sind jedoch alles andere als unmotiviert, wieder Arbeit zu finden. Sie nehmen an Maßnahmen, Umschulungen und Weiterbildungen teil.
Dennoch sind sie täglich genau jenen Vorurteilen ausgesetzt, gegen die sie aktiv kämpfen. Dass es ziemlich kränkend ist, wenn man ständig mit dem biertrinkenden Klischee-Proll verglichen wird, weiß Rose aus eigener Erfahrung. Herabwürdigend seien Kommentare von solchen Menschen, die ihn als faul abstempeln.
Als Mensch zweiter Klasse fühle man sich zuweilen auch beim Jobcenter. „Da kommt man sich oft vor, wie ein Bittsteller“, erzählt Bartz und Rose ergänzt: „In welche Maßnahme man kommt, welche Weiterbildung man machen darf, hängt stark von der Willkür des jeweiligen Fallmanagers ab.“ Dass diese zudem ständig wechseln, sei da noch ein zusätzliches Problem. „Kaum hat man sich und seine Situation vorgestellt, bekommt man schon wieder einen neuen Berater. Man kommt so einfach nicht voran“, erzählt Bartz.
Dreimal Bewerbungstraining
Anfangs, so erzählt Rose, habe man noch gedacht, gefördert zu werden. Doch viele Umschulungen oder auch Anträge auf Zusatzqualifizierungen wie spezielle Führerscheine fielen unter die Kategorie „Kann-Regelungen“. Es gebe keine Verpflichtung sie zu ermöglichen. „Solche Anträge werden meistens abgelehnt, weil sie zu speziell sind“, sagt Rose mit verbittertem Tonfall. Stattdessen absolvierten die beiden eine Maßnahme zum Bewerbungstraining gleich dreimal, während berufsspezifische Angebote außen vor gelassen wurden.
„Man hat letztlich nur noch Pflichten gegenüber dem Jobcenter , muss da sein, wenn sie es verlangen, muss mit Kürzungen rechnen, wenn es einmal nicht passt“, sagt Bartz.
Ob er nach sechs Jahren noch Chancen sieht, in seinen erlernten Beruf vermittelt zu werden? „Das ist scheinbar schwierig. Wenn ich mal einen Ein-Euro-Job vermittelt bekomme, dann sind es Bereiche wie Straßenbau – gelernt habe ich Erzieher“, sagt der 37-Jährige.

11:25
wernerbiskup | #7 Da hat man Ihnen aber schöne Ammenmärchen aufgetischt.Wenn das so einfach wäre wie Sie es beschreiben,na dann armes Deutschland.Hier mal was zum nachlesen damit Sie nicht wieder die Hartz 4 Bezieher so hinstellen wie Sie es gerne hätten.Fakt ist geschenkt bekommt man schon mal gar nix.
Führerschein
Die Förderung des Führerscheins ist im Rahmen der Mobilität (tägliches pendeln) möglich, wenn der Führerschein für das Erreichen der Arbeitsstelle notwendig ist. Sie kann
als Zuschuss, Darlehen oder in Kombination gewährt werden. Ein Zuschuss kann bis
max. 1.000,- € gewährt werden. Kosten, die 1.000,- € übersteigen, werden grundsätzlich als Darlehen gewährt.
Bei Darlehensgewährung sind immer eine Darlehensvereinbarung und eine Abtretungserklärung aufzunehmen! (Vorlage des Arbeitsvertrages bei Team 401 notwendig.)
ACHTUNG: Für eine notwendige Förderung eines Führerscheins zur Verringerung oder
Beseitigung von Vermittlungshemmnissen oder wenn dieser für die Ausübung der Tä-
tigkeit notwendig ist, siehe Förderung gem. § 16 SGB II i.V.m. § 46 SGB III.
Also immer schön mit dem Mop mit ziehen und das nachlabern was andere labern ist ja einfach .Warum sollte man sich auch informieren bevor man hier was schreibt.DESWEGEN KÖNNT ICH KOTZEN....
22:54
Eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema (H4) nicht mehr äußern, aber ich bekomme immer mehr das Kotzen.
Was der Staat / die Städte finanziell leisten muss / müssen, geht auf keine Kuhhaut.
Eine mir nahe stehende Person (näheres sage ich nicht... man weiß ja nicht, ob sie nicht mit Repressalien rechnen muss) muss (!) im Jobcenter arbeiten. Was da abgeht, ist der Hammer.
Liban........ "Mitbürger" kommen an und beantragen die Bezahlung eines Führerscheines, weil ein potentieller liban...... Arbeitgeber (Kumpel des Antragstellers) einen Mitarbeiter sucht. Der soll aber nur eingestellt werden, wenn er einen Führerschein hat. Natürlich bekommt er den Führerschein bezahlt. Auch die Wiederholungsprüfungen (man kann ja auch mal durchfallen / evtl. Sprachprobleme oder einfach nur intellektuelle Defizite).
Der Führerschein ist bezahlt und ausgehändigt.... dann sagt derjenige, der sich als potentieller Chef ausgegeben hat: "Den kann ich nicht einstellen. Die momentale Auftragslage ist schlecht,"
Alles wird gezahlt. Eine Niger......in lebt seit 13 Jahren in Deutschland, kann aber nur drei bis fünf deutsche Wörter sprechen. Natürlich bekommt sie einen Deutschkurs bei "Berli..z" vom Jobcenter bezahlt, weil sie ja bisher höchst motiviert war, ihre neue Heimatsprache zu lernen. Das kostet dann 3.000 €.
Wofür geht man eigentlich noch arbeiten.
Ich bin Beamter dieses Staates und ich hasse ihn........zumal wir ja auch echte Vorbilder (BP Wulff) haben.
11:52
In Alter von 37 Jahren sollte es in Deutschland (vielleicht nicht in Oberhausen) jedem wirklich arbeitswilligen möglich sein, Arbeit zu finden.
Wer sich natürlich 5 Jahre lang ausschließlich auf das Jobcenter verlässt, wird niemals eine neue Arbeitsstelle finden. Vielleicht hat man sich ja auch mit H 4 arrangiert und will gar nicht mehr arbeiten.
Und wer von der Allgemeinheit lebt, hat sicher auch bestimmte Pflichten gegenüber dem Jobcenter zu erfüllen. H 4 ist nun mal kein Urlaubsgeld.
07:29
Zitat: „Man hat letztlich nur noch Pflichten gegenüber dem Jobcenter, muss da sein, wenn sie es verlangen, muss mit Kürzungen rechnen, wenn es einmal nicht passt“, sagt Bartz."
Geht´s noch. Man hat ja dann wohl auch genug Zeit. Ich muss als Berufstätiger auch sehen wie ich meine Termine geregelt bekomme, dann kann ich es von einem der keine berufliche Verpflichtung hat doch wohl auch verlangen.
Mir kommt die ganze Geschichte seltsam vor. Wer 6 bzw. 10 Jahre arbeitslos ist und bei weitem noch nicht 50 oder älter ist, bei dem stimmt meines Erachtens etwas nicht. Ich möchte meine Gedanken hierzu jetzt nicht weiter darlegen.
18:04
Da hat er seine Lage messerscharf beschrieben!
Was ist er denn sonst?
16:32
was für ein Müll ist das denn??? Der arme ALG II Empfänger. Ich frage mich wie armselig das ist um sich hier als Arbeitsloser zu präsentieren.
Mein Tipp:
Es gibt noch andere Städte wie Oberhausen. Versuche es doch mal mit Duisburg, Düsseldorf oder Köln. Ach ja, habe ich vergessen, man muss sich ja in Zug setzen.
Sehe ich genauso.
Mein Lebensgefährte arbeitet - um nicht auf Kosten des Steuerzahlers zu leben - für eine Zeitarbeitsfirma. Er hat dort Contischicht, jeden 2. Sonntag muss er 12 Stunden ran. Zudem nimmt er eine Fahrt von Oberhausen bis in den Düsseldorfer Süden von über 1 Stunde in Kauf.
15:04
Jojo, hier wird nicht gemeckert hier wird lediglich festgestellt wie sinnvoll Arbeitsagenturen mit dem Geld des Volkes umgehen.
„In welche Maßnahme man kommt, welche Weiterbildung man machen darf, hängt stark von der Willkür des jeweiligen Fallmanagers ab.“
Hier als Beispiel 3 mal Bewerbungstraining mit Kosten von ca 3750 Euro pro Massnahme , macht nach Adam Riese 11250 Euro. Schön oder.
Der Staat lässt es sich schon eine Menge kosten, seine Statistik zu manipulieren. Dafür ist ja immer schon Geld dagewesen..
Nächstes Beispiel, hier wurde von Umschulungen und Führerscheinen gesprochen.Diese Massnahmen, Erwerb der Klasse 2 kosten im Schnitt 9000 Euro oder Umschulungen in einen anderen gefragten Beruf kosten auch nicht viel mehr.Beides hätte den Arbeitslosen wohl mehr gebracht als diese Geldverschwenderischen Massnahmen.Mal drüber nachdenken bevor man den Revolver läd. Aber so wie Sie sich ausdrücken heisst es nix anderes wie hier beschrieben einmal unten dann bleib da und nimm jeden Dreck an um zu überleben.Weiterbildung und Ziele im Leben setzen NICHT ERLAUBT!!!
Wie wäre es denn wenn Sie in Ihrem Urlaub mal die eine oder andere Zeitarbeitsfirma ausprobieren würden bzw wenn Sie mal den Genuss von Hartz 4 am eigenem Leib spüren.Geht schneller als man denkt.Das einzige was stimmt an Ihrem Kommentar ist das einem die Mitarbeiter der Jobcenter echt Leid tun können.
Ich habe nicht als Blinde von der Farbe geredet in meinem Kommentar.
Mein Lebensgefährte arbeitet seit einigen Jahren für Zeitarbeitsfirmen. Er ist da auch nicht gerade von begeistert, aber lieber so als auf Kosten der Steuerzahler zu leben. Ich weiß nicht, wieviele Bewerbungen er geschrieben hat, um in seinem erlernten Beruf weiter zu arbeiten, aber es sind unzählige.
Ich denke nicht, dass ich jemals in den "Genuss" von Hartz IV kommen werde, zum Glück, das wünsche ich auch keinem.
13:38
Mir kommen fast die Tränen, sorry.
Und jetzt habe ich noch ein Vorurteil auf Lager: Wer wirklich arbeiten will, findet Arbeit! Es kommt wohl auch darauf an, welche Ansprüche man hat. Wie wäre es denn - zumindest übergangsweise - mit einer Zeitarbeitsfirma?
Aber es ist ja einfacher, über das Jobcenter zu meckern. Die Mitarbeiter dort haben es auch nicht gerade leicht und können nichts dafür, wenn laufend Veränderungen anstehen.