"Mamma Mia" ist ab März im Metronom-Theater zu sehen

Harry (Dean Welterlen) versucht, Donna (Carina Sandhaus) an vergangene Zeiten zu erinnern.
Harry (Dean Welterlen) versucht, Donna (Carina Sandhaus) an vergangene Zeiten zu erinnern.
Foto: Lars Fröhlich
Was wir bereits wissen
Noch proben alle in einem kleinen Raum. Aber schon am 24. Februar geht es auf die Bühne des Metronom-Theaters. Premiere ist am 5. März.

Oberhausen.. Dieser nüchterne, einer Turnhalle gleiche Raum ist so weit vom Flair einer griechischen Insel entfernt wie die Seychellen von Castrop-Rauxel. Und doch, als Donna (Carina Sandhaus) und Harry (Dean Welterlen) zu spielen beginnen, als sie schließlich singen, kommt etwas rüber von diesem Sommer-Sonne-Gute-Laune-Rundum-Paket, das „Mamma Mia“ mit seinen ABBA-Superhits verspricht. Zum ersten Mal durfte am Dienstag bei Proben für das Musical zugeschaut werden.

Knochenarbeit

Wenn die beiden Hauptdarsteller Carina Sandhaus und Dean Welterlen mit dem Stück „Unser Sommer“ in Erinnerungen schwelgen an „Sonne im Gesicht, Leben ohne Pflicht“, schwebt ein Hauch unbeschwerter Freiheit durch den Raum, in dem doch gerade Knochenarbeit geleistet wird. Denn auch die Vollprofis Sandhaus und Welterlen müssen diese Szene ständig wiederholen. Jede Kleinigkeit muss sitzen.

Dem übrigen Ensemble ergeht es nicht anders. Die Tanzszenen des Finales haben es in sich. Zu den ABBA-Songs „Mamma Mia“ und „Waterloo“ kommt richtig Stimmung auf. Aber auch hier muss jeder Bewegungsablauf perfekt sein. Den Darstellern merkt man die Anstrengung nur an ihrer Atemlosigkeit an. Ansonsten strahlen sie mit der imaginären griechischen Sonne, unter der die Mamma-Mia-Handlung spielt, um die Wette.

Zweite Premiere bleibt Geheimnis

Zur Handlung: Donna betreibt ein kleines Hotel auf einer griechischen Insel. Ihre Tochter Sophie (Lara Grünfeld) möchte heiraten. Weil Sophie nicht weiß, wer ihr Vater ist, lädt sie drei potenzielle Kandidaten zu ihrer Hochzeit ein. So treffen drei Ex-Liebhaber Donnas auf der Insel ein. Kein Wunder, dass da große Emotionen programmiert sind. Zumal ja auch noch die Welthits wie „Super Trouper“, „The Winner Takes It All“, „I Have A Dream“ und „Dancing Queen“ tragende Rollen spielen.

Noch finden die Proben im Metronom Theater im kleinen Probenraum mit nur einem Teil der Darsteller statt. Das soll sich bald ändern. Am 14. Februar werden die Kulissen, die derzeit auf der Bühne in Berlin stehen, in Trucks gepackt und gen Oberhausen auf den Weg geschickt. „In nur neun Tagen wird die Mamma Mia-Bühne im Metronom Theater aufgebaut“, sagt Michael Rohde, Senior PR-Manager Ruhr. Am 24. Februar hieße es dann Bühne frei für „Mamma Mia“. Dann proben alle auf der richtigen Bühne. Dann sind auch die noch fehlenden Darsteller dabei, die jetzt in dem Musical in Berlin auftreten.

„Mamma Mia wird tatsächlich nur ein halbes Jahr lang in Oberhausen im Stage Metronom Theater zu sehen sein. „Für uns ist 2015 ein besonderes Jahr“, erklärt Rohde. Vor zehn Jahren hätte Stage Entertainment das Haus gekauft. Deshalb gebe es in diesem Jahr zwei Premieren. Eine im Frühjahr, eine im Herbst. Welches Musical noch nach Oberhausen kommt, bleibt indes ein Geheimnis. „Das darf ich noch nicht verraten“, sagt Michael Rohde.