"Magische Orte" im Gasometer Oberhausen enden mit Besucherrekord
19.10.2012 | 19:16 Uhr 2012-10-19T19:16:00+0200
Oberhausen. Am Sonntagabend schließt die Ausstellung "Magische Orte" im Gasometer Oberhausen ihre Pforten. Und die Bilanz ist beeindruckend: Über 800.000 Besucher und 3481 Führungen. Seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 war die Ausstellung damit die erfolgreichste des Landes NRW.
Über 800.000 Besucher, 3481 Führungen, 60.000 ausgeliehene Audio-Guides, eine längst vergriffene dritte Auflage des Katalogs: Die Bilanz der Ausstellung „Magische Orte“ im Gasometer, die am Sonntagabend ihre Tore schließt, stimmt Geschäftsführerin Jeanette Schmitz „total stolz und glücklich“. Die meisten Besucher kamen aus NRW oder Niedersachsen. Mit einer in Umfragen ermittelten Zufriedenheitsquote der Gäste von 94,1 Prozent ist sie die beliebteste Präsentation der Trilogie der „Schönheit der Erde“. Das konnten „Das Auge des Himmels“ und nicht einmal die noch besser besuchten „Sternstunden“ toppen.
Klangreise am Day of Song
Schmitz: „Seitdem Kulturhauptstadtjahr 2010 waren die Magischen Orte die erfolgreichste Ausstellung in NRW .“ Gepunktet habe sie nicht nur mit der Präsentation der großen Natur- und Kulturmonumente, mit den großformatigen Fotografien von Tempeln, Palästen, Kathedralen, Landschaften und Gebirgen und der 43 Meter hohen Skulptur des Regenwaldbaumes, sondern auch mit dem Begleitprogramm.
Die Lesungen für Schulklassen und die unvergessliche Klangreise am Day of Song waren ebenso ausgebucht wie die Vorträge von Reinhold Messner und Co, die die Besucher mit erlebten Geschichten in die Kälte der Arktis, auf höchste Berge oder in entlegenste und gefährliche Gegenden der Welt entführten.
Bedeutender Wirtschaftsfaktor
Nicht zu verachten sei der Wirtschaftsfaktor der Ausnahme-Präsentation für Oberhausen. Schmitz: „Laut unseren Umfragen hat jeder Besucher 18,60 Euro in der Stadt ausgegeben, das entspricht einem Umsatz von fast 15 Millionen.“
Ausblick: Kathedrale der Luft
Jetzt gehen die Exponate an die Leihgeber zurück, die Skulptur wird zerlegt und entsorgt, die Fotografien werden eingelagert, um irgendwann noch einmal gezeigt zu werden. Drei Wochen wird der Abbau dauern. Dann werden Korrosionsmaßnahmen an der Kulturtonne durchgeführt. Am 2. Januar beginnt der Aufbau von Christos Kathedrale der Luft. Die Ausstellung „Big Air Package“, die neben der größten jemals geschaffenen aufblasbaren Hülle, die ohne Skelett auskommt, auch eine Auswahl von Christo-Projekten zeigen wird, soll am 15. März 2013 eröffnet werden.
09:37
Eine sehr interessante Ausstellung, die zeigt, dass Besucher angelockt werden können, wenn interessante Exponate gut aufbereitet werden.
Leider gelingt dies den Kultur-Experten zu selten. Vermutlich werden hohe Besucherzahlen auch als Makel angesehen. Ein besonderes Negativ-Beispiel ist für mich das Dortmunder U. Hier wird ein ungeeigneter Ausstellungsort mit einer unstrukturierten Präsentation verknüpft.
Übrigens gibt es in vielen Städten Foto-Austellungen im Stadtgebiet oder in de Eingangshallen von Gebäuden. Hier könnten die Städte viel mehr bieten und die Leute zum Nachdenken bringen. Ich denke hierbei bspw. an Ausstellungen wie die Fotos über den Japan Tsunami auf der Photokina oder an die Familien-Fotos aus Ex-Jugoslawien, die an der Themse in London präsentiert wurden.
Der Aufwand dürfte sich für solche Ausstellungen in Grenzen halten. Hier kann auch die Hochschulszene stärker aktiv werden.
18:59
Eine überwältigende Ausstellung, auch beim 2. Besuch fanden wir immer noch Neues.