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Publikumsmagnet

Magisch

08.04.2009 | 18:24 Uhr

Nacht der offenen Türen entpuppt sich als Publikumsmagnet. Vampire sind dem Ansturm der Fangemeinde ausgeliefert.

Tag der offenen Tür der Vampire im Metronom Theater in Oberhausen. Foto: © Tom Thöne / WAZ

Wer hätte gedacht, dass man es so wörtlich nehmen muss? Bei der Nacht der Offenen Tür im Metronom Theater ist tatsächlich zunächst nur eine Doppeltür von vielen geöffnet. Und ausgerechnet durch die zwängen sich auch noch Menschen, die wieder hinaus möchten. Viele hundert Vampirenthusiasten stehen wie Graf von Krolock vor Sarahs Knoblauch-umkrenztem Fenster. Sie kommen so weder vernünftig rein noch raus.

„Ob wir uns das wirklich antun wollen?”, fragen sich zwei Frauen. Aber jetzt sind sie schon einmal hier, und noch wissen sie nicht, wieviele Menschen bereits drinnen warten. Mit bis zu 6 000 Gästen rechnete Veranstalter Stage Entertainment zum Hausbesuch beim Grafen. Über 7 000 waren es jedoch schon am späten Nachmittag, die ersten campten bereits um 14 Uhr vor dem Theater.

Drinnen passt kaum noch ein Tropfen Blut in die elegante Eingangshalle – man sieht es in einigen blassen Gesichtern. Die Hitze von so vielen Warmblütern schafft Saunaatmosphäre. Dennoch: Alle wollen den Blick hinter die Kulissen werfen, Autogramme abgreifen, den Tanzworkshop besuchen oder sich schminken lassen.

Tag der offenen Tür der Vampire im Metronom Theater in Oberhausen Foto: © Tom Thöne / WAZ

Nur bringen manche dafür mehr oder weniger Geduld mit: Die ersten Aufreger gibt es vor der Technik-Vorführung, denn nicht alle haben mitbekommen, dass eigens dafür Tickets an den Kassen abgeholt werden müssen. „Das ist das Allerletzte”, schimpft eine wütende Mutter, die mit ihrem Kind vergeblich in der Warteschlange stand. Andere zeigen sich gegenüber dem freundlichen, um Deeskalation bemühten Personal einsichtig: „Ok, es stand auf dem Programmflyer.”

Dafür, dass Annika Henne gerade eben noch mit etwa 1 500 Fans nach Autogrammen jagte, wirkt die 14-Jährige entspannt. Vier Künstlerunterschriften hat sie nach langem Anstehen erbeutet, erzählt sie stolz. Das tröstet etwas über den verpassten Tanzworkshop hinweg. Die Chance, unter die 15 Kursteilnehmer zu geraten, war bei der hohen Besucherzahl ohnehin gering.

Ob die Organisation den Tag professionell genug plante, fragt sich Vater Jürgen Henne skeptisch, der den Weg aus Köln auch nur angetreten ist, weil seine Frau Brigitte heute Geburtstag hat. Dafür bringen Mutter und Tochter Begeisterung mit für vier: „Tolle Stimmen”, schwärmen sie nach einem kurzen Duett zwischen Nele-Liis Vaiskoo (Sarah) und Kevin Tarte (Graf van Krolock).

Die meisten Besucher sind übrigens Frauen – das muss wohl an der Mischung liegen: Musical plus Schauerromantik plus sexuelle Anziehungskraft des scharfzahnigen Grafen.

Die Vorführung gibt einen beeindruckenden Blick in und hinter die Show. Stefan Striewe, technischer Leiter, präsentiert die schön-schaurige Kulisse des Gasthauses mit seinen vielen Details. „It's magic”, kommentiert Stefan Büdenbender als buckliger Helfer Koukol durch die falschen Zähne. Dass die Requisiten so real wirken, liegt natürlich am illusionserprobten Auge des Musical-Vaters Roman Polanski, sogar bis zum Rettich – der tatsächlich echt ist.

Der Offene Tag endet mit einem großen Medley aus verschiedenen Musicals und einem Finale, das die Internationalität des Ensembles eindrucksvoll zur Schau stellt, denn zum Vampirball singen die Stars u.a. aus Estland, Brasilien und Polen jeweils in ihrer Heimatsprache.

Dennis Vollmer

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Kommentare
18.05.2009
18:18
Magisch
von K.J | #2

Stimme dir zum größten Teil zu, Phönix. Die Organisation war echt für den A... Was ich aber am allerschlimmsten fand war, dass die Würstchen IM Theater gebraten wurden! Es war den ganzen Tag schönes Wetter, man hätte problemlos einen Stand draußen aufbauen können. So hats im kompletten Theater nach Bratwurst GESTUNKEN & dann auch noch bei der Hitze.. sehr lecker! Zum Medley: Ich habe mit einer Ordnerin gesprochen und sie meinte selber, dass sie überfordert sind. Sie hätten nie, NIE mit so einer Menschenmasse gerechnet, haben aber alles unternommen um es so angenehm wie möglich für alle zu machen. Von den Ordnern an sich habe ich sowieso nur einen guten Eindruck- sie waren sehr nett & stets höflich.
Zu den Autogrammstunden: Da habe ich mich nicht angestellt, das habe ich mir erspart*lach* Musste ich nicht haben^^ Aber Kevin Tarte tat mir leid. Zwei mal hintereinander an die Front. ;-)
Was ich aber auch noch toll fand: Krisha Dalke z.B ist zwischendurch mal in zivil durch die Menge gelaufen. Immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht und mit weit aufgerissenen Augen. Zudem hat er immer ich fass es nicht! So viele Menschen! Wegen UNS! zu seiner Agentin gesagt. Sehr süß :D!

Alles in allem ein sehr geiler Tag- trotz dem ganzen Stress! Gerne wieder, wenn besser organisiert.

Ach ja: Ja, Jan war da! Habe ein paar sehr gute Fotos von ihm machen können! :D

09.04.2009
00:21
Magisch
von Phönix | #1

Unglaublich schlechte Organisation, viele standen bis zu zwei Stunden für Autogramme, ohne eins zu bekommen, da die Stars nur eine halbe Stunde zur Verfügung standen, und die Agenten peinlichst darauf achteten, dass nicht zu lange geschrieben wird. Schlechte Luft und starkes Gedränge ließ so manchen Erwachsenen blaß um die Nase und manches Kind in Ohnmacht fallen. Habe selbst zweimal solch eine Situation mitbekommen und die Verantwortlichen waren weder schnell noch sehr professionell,eher hektisch und überfordert.
Und wer mehr als die Hälfte der Offenen Nacht in Menschenmassen feststeckt, entweder an der Information um Tickets zu ergattern, in der Schlange zur Technikvorführung oder dem Backstagebereich oder ganz schlimm, für die Autogrammstunde, hat wenig Gelegenheit, andere Events zu sehen, oder gar dran teilzunehmen, Karaokeshow, Kostümwettbewerb und Backstage sehen, Kinderschminken oder tanzen waren da für unsere Töchter nicht drin.
Um Platz für das abschließende Musical Medley zu schafen, benötigten die Ordner fast 20 Minuten, in denen die Menschenmassen von den Treppenaufgängen gedrängt werden mußten.
Allerdings waren die dann folgenden Gesangs- und Showeinlagen sehr gelungen.
Der beste und freundlichste Darsteller, absolut professionell, war Gernot Kranner, der sowohl vor der Autogrammstunde den Kontakt zum Puplikum suchte und auch an der Stagedoor nach gelungenem Auftritt noch Autogramme gab, genau wie Krisha Dahlke unde einige wenige andere Darsteller - super. Jan Ammann ( war er überhaupt da?) entschwand in die Nacht wie ein Vampir der Knoblauch wittert - schade.

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