Linke: OGM-Chef beurlauben

Im Zusammenhang mit dem OGM-Handyskandal entscheidet der Aufsichtsrat der mächtigen Stadttochter in einer Sondersitzung am 16. Juli darüber, ob der langjährige und in der Stadt einflussreiche OGM-Geschäftsführer Hartmut Schmidt beurlaubt wird.

Yusuf Karacelik, Fraktionsvorsitzender der Linken im Rat der Stadt und Mitglied im OGM-Aufsichtsrat, hat die Sondersitzung beantragt. Er sieht Schmidt im Fokus von Ermittlungen um die über 3000 verschwundenen Mobiltelefone der Marken Apple und Samsung, die zwei ehemalige Mitarbeiter der OGM veruntreut haben sollen. Schmidt sei als Geschäftsführer der OGM der Hauptverantwortliche in dem Skandal, meint Karacelik. „Für die Dauer des gerichtlichen Verfahrens sollte er freigestellt werden.“

OGM-Aufsichtsratschef Stefan Zimkeit (SPD) weist die Begründung Karaceliks für eine Beurlaubung Schmidt als „sachlich nicht nachvollziehbar“ zurück. „Die Ermittlungen zu diesem Fall sind längst abgeschlossen.“ Sieben Monate haben Fachleute bei der OGM geprüft, wie auf Firmenkosten bestellte Handys unbeobachtet privat weiter verkauft werden konnten. Im Fokus der Staatsanwaltschaft Duisburg sind lediglich die beiden Ex-Mitarbeiter – nicht aber Hartmut Schmidt, der zusammen mit Horst Kalthoff die Geschäfte der OGM führt.

Foto: Fabian Strauch