Linke: Das war barbarisch und unmenschlich

Mit schweren Vorwürfen attackierte am gestrigen Montag im Rat Linken-Fraktionsvorsitzender Yusuf Karacelik die Abschiebung des 14-jährigen Schülers Barhard A. aus Somalia von Oberhausen nach Malta.

„Das war ein unmenschlicher barbarischer Akt. Bei uns werden normalerweise 14-jährige Kinder auf der Straße nachts von der Polizei nach Hause gebracht, hier wird ein 14-Jähriger ins Ungewisse abgeschoben. Da lässt man Menschen über die Klinge springen.“ Tatsächlich wurde (wie berichtet) am 14. Januar gegen 4 Uhr morgens der Flüchtling aus seiner Wohnung weggebracht und nach Malta abgeschoben. Malta war das erste europäische Land, in dem er Zuflucht gefunden hatte. Dort muss er den Asylantrag stellen.

Ordnungsdezernent Frank Motschull (SPD) nannte die Wortwahl Karaceliks „eine Unverschämtheit“ und verwahrt sich dagegen, dass die hiesige Ausländerbehörde beschuldigt werde. „Der Fall hat nichts mit unserer Ausländerbehörde zu tun, sondern die Bundesbehörde hat die Abschiebung nach Malta nach geltendem Recht angeordnet,“