Das aktuelle Wetter Oberhausen 6°C
Umweltschutz

Licht aus für den Klimaschutz

29.03.2012 | 09:00 Uhr
Licht aus für den Klimaschutz
Für eine Stunde soll der Gasometer am Samstag, 31. März, im Dunkeln liegen.Foto: Hayrettin Özcan

Oberhausen. Im Gasometer gehen am Samstag die Lichter aus. Nein, nicht endgültig, sondern nur für eine Stunde. Damit schlägt auch für Oberhausen die „Stunde unseres Planeten“. Weltweit ruft der World Wildlife Fund bereits zum sechsten Mal zur „Earth Hour“ auf. Dieses Jahr schalten 5251 Städte auf der ganzen Welt die Beleuchtung ihrer Wahrzeichen ab um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen - und Oberhausen reiht sich ein. Am Samstag, 31. März, bleibt der Gasometer ab 20.30 Uhr eine Stunde lang dunkel.

„Mit der Teilnahme an der weltweiten Aktion zeigen wir, dass auch Oberhausen der Klimaschutz am Herzen liegt. Wir wollen nicht nur ein Zeichen setzen, sondern auch zu mehr und vor allem längerfristigen Umweltbewusstsein aufrufen“, sagt Umweltdezernent Frank Motschull. Die Stadt selber setze sich seit dem Ratsbeschluss 2010 besonders für Energieeinsparung beim Neubau von Gebäuden und Sanierungen ein. Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer GmbH, freut sich über die Wahl des Gasometers als Träger der Umweltaktion: „Die Earth Hour passt auch sehr gut zu unserer momentanen Ausstellung. Wir zeigen die schönsten Orte der Welt. Um diese Schönheit zu erhalten, müssen wir etwas tun.“

Umweltschutz in das Bewusstsein der Bürger bringen

Anne Janßen, Vorsitzende des Umweltausschusses, war zunächst weniger begeistert: „Anfangs war ich skeptisch, was diese eine Stunde überhaupt bringen soll. Aber es geht vielmehr darum, Klima- und Umweltschutz in das Bewusstsein der Bürger zu bringen.“ Auch Jeanette Schmitz ist klar, dass sich durch eine Stunde nicht viel Strom einsparen lässt. Aber es führe schließlich dazu, dass die Menschen darüber reden und selber aktiv werden. Daher ruft die Stadt die Bürger auf, sich zu beteiligen: „Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen mitmachen und auch in den Haushalten die Lichter erlöschen“, sagt Helmut Czichy, Bereichsleiter Umweltschutz.

Wer nicht alleine im Dunkeln sitzen möchte, kann sich am Samstag zu den Mitarbeitern des Bereichs Umweltschutz gesellen. Ab 20 Uhr sind alle interessierten Bürger eingeladen, sich das Spektakel am Torhaus des Olga-Geländes anzuschauen. Die ersten 50 Gäste bekommen sogar eine Energiesparleuchte geschenkt. Ob der Gasometer auch im nächsten Jahr wieder dabei ist, steht noch nicht fest. Dass Oberhausen mitmacht, jedoch schon. Markus Werntgen, Mitarbeiter im Bereich Umweltschutz, mutmaßt: „Vielleicht schaffen wir es 2013 einen ganzen Straßenzug zu verdunkeln.“

Maxi Overfeld



Kommentare
Aus dem Ressort
Politiker entscheiden über Standort der Concordia
Die Nackte im Kreisel
Die umstrittene Concordia, die der Oberhausener Künstler Jörg Mazur geschaffen hat, wird Thema in der nächsten Bezirksvertretung Oberhausen Mitte sein. Die Politiker werden entscheiden, ob und wo die Abbildung der römischen Göttin stehen darf. Ursprünglich sollte sie einen Kreisverkehr verschönern.
Stadt Oberhausen fällt 2015 in drei Wäldern Bäume
Wald
Während vielen Bürgern die Bilder umgestürzter Bäume durch den heftigen Juni-Sturm Ela noch präsent sind, plant die Stadt Oberhausen für 2015, in drei Wäldern wieder zu fällen. Allerdings sollen nur die Hälfte der zunächst geplanten Holzmengen gewonnen werden. Bürgerinfo und Rundgang sind...
Oberhausen lässt 19 Behindertenparkplätze wegfallen
Stellplätze
Von einst 25 vermeintlichen Behindertenparkplätzen am Sterkrader Tor sind nur noch sechs übrig. 19 sind weggefallen, weil sie eh nie korrekt gekennzeichnet waren, sagen die Verantwortlichen. Ein betroffener Rollstuhlfahrer ist stinksauer. „Das ist eine Schweinerei!“
Nacktbilder dürfen nicht zurück ins Sterkrader Rathaus
Kunst
Trotz vieler Proteste von Bürgern in Oberhausen und darüber hinaus bleibt das Oberhausener Gebäudemanagement hart: Die Künstlerin Maria Mancini darf die vier Nackbilder, die sie nach Beschwerden im Technischen Rathaus Sterkrade abhängen musste, dort nicht wieder ausstellen.
Oberhausener Patient seit 40 Jahren auf Dialyse angewiesen
Gesundheit
Als er 19 ist, versagen die Nieren von Bernd Imbusch. Seitdem ist er auf die Dialyse angewiesen. Seit nunmehr 40 Jahren reinigt eine Maschine drei Mal in der Woche sein Blut. Unter Fachleuten gilt das als kleine Sensation. Seine Lebensfreude und seinen Mut hat er in all den Jahren nicht verloren.
Fotos und Videos