Leser wünschen sich für Oberhausen mehr Pfiff im Jahr 2015

Ein Glücksschwein. Tatsächlich gehört das Ferkel zu einem Forschungsprojekt, wann Schweine glücklich sind.
Ein Glücksschwein. Tatsächlich gehört das Ferkel zu einem Forschungsprojekt, wann Schweine glücklich sind.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Für das kommende Jahr haben die Oberhausener eine lange Wunschliste: mehr Geschäfte in der City, mehr Spielplätze in der Stadt, mehr Sauberkeit und Sicherheit.

Oberhausen.. Manchmal muss man einfach Glück haben. Vielleicht so wie das Ferkel auf dem Bild, das tatsächlich zu einem Forschungsprojekt gehört, bei dem herausgefunden werden soll, was Schweine glücklich macht. Ein echtes kleines Glücksschwein also.

Wir wünschen unseren Lesern jedenfalls ganz viel Glück beim Jahreswechsel und natürlich auch in 2015. Kommen Sie gut rein! Und lesen Sie weiter fleißig Ihre Zeitung, die hoffentlich tagtäglich auch ein wenig zu Ihrem Glück beiträgt. Und denken Sie daran, Sie leben in einer tollen Stadt, die für ihre Bewohner eine Menge zu bieten hat.

Kein verschlafenes Nest

Kulturell ist hier richtig viele los. Und auch ansonsten ist Oberhausen kein verschlafenes Nest, sondern eine Stadt voller Leben. Ab und zu sollte man das Nörgeln deshalb mal vergessen und einfach glücklich und zufrieden sein, mit dem, was ist. Wünsche unserer Leser für das kommende Jahr wollten wir aber dennoch noch nicht verschweigen. Deshalb hat Berina Musanovic nachgefragt, was 2015 noch besser sein könnte.

„Der Innenstadt fehlt es an Geschäften. Ich habe das Gefühl, dass alles geschlossen worden ist. Es gibt wenig Möglichkeiten, in Ruhe seinen Kaffee zu trinken. Und im Winter, wenn die meisten der Cafés zeitweise schließen, kann man tagsüber kaum noch ausgehen. Sonst gefällt mir Oberhausen sehr gut. Besonders das Peek & Cloppenburg-Geschäft, das an der Marktstraße eröffnet worden ist. Ich war mindestens zwei Stunden darin bummeln.“ Monika Niedzwiecka (37)

"Stadt sollte gegen Diebstähle strenger vorgehen"

„Ich habe ein wichtiges Anliegen. In den letzten Jahren wurden mir neun Fahrräder gestohlen. Darunter war auch ein teures Elektrorad. Vor ca. einem Monat ist eins geklaut worden, vor zwei Wochen auch. Noch heute Morgen, als ich mit meiner Tochter unterwegs war, haben die Diebe wieder zugeschlagen. Für das Elektrofahrrad habe ich eine Anzeige gegen Unbekannt aufgegeben – ohne Erfolg. Die Stadt sollte gegen Diebstähle strenger vorgehen.“ Eleonora Punzi (45)

„Im Vergleich mit anderen Städten der Umgebung, ist Oberhausen mein klarer Favorit. Ich wohne in Moers, bin aber einmal die Woche hier. Nicht nur, dass man hier günstig parken kann, gerade das Freizeitangebot ist super, z.B. das Centro: Jegliche Form von Unterhaltung gibt es dort. Egal ob man Lust auf Shopping, Musical, Kino oder Schwimmbad hat. Und wenn man abends raus will, trinkt man was Nettes auf der Promenade. Weiter so!“ Oliver Ranft (19)

"Keine Hoffnung, dass sich die Stadt in 2015 zum Positiven wandelt"

„Bei solch einer Frage kommt Nostalgie in mir auf. Ich habe keine Hoffnung, dass sich die Stadt in 2015 zum Positiven wandelt. Denn leider hat sich alles dem Negativen zugewandt. Alles war mal schöner! Der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt hatte mehr Charme. Die Marktstraße, zu Zeiten des Kaufhofs, war belebter. Überall nur noch leerstehende oder heruntergekommene Räumlichkeiten. Die Stadt hat ihren Pfiff verloren!“ Renate Tank (72)

„Ich bin zwar nicht in Oberhausen aufgewachsen, lebe hier aber seit 40 Jahren sehr zufrieden. Was man im neuen Jahr 2015 bessern sollte, sind die hygienisch ästhetischen Zustände. Besonders, wenn man Richtung Alstaden läuft, fällt auf, wie verschmutzt und zugemüllt die Straßen sind. Wenn mir persönlich etwas missfällt, rufe ich im Rathaus an und teile es mit. Ohne Kooperation zwischen Stadt und Bürgern kann man keine Veränderung erwarten.“ Waltraut Wegner (79)

"Marktstraße ist zu überfüllt mit Billigläde"

„Ich bin noch jung. Darum finde ich es erschreckend, selbst vom Wandel in Oberhausen sprechen zu können. Alles hat sich schnell verändert. Die Marktstraße ist zu überfüllt mit Billigläden. Ich wohne in der Nähe vom Centro, komme aber lieber in die Innenstadt. Aber wenn man sich dort umsieht, merkt man, dass das Angebot für die Jugend sehr klein geworden ist. Da bleibt eben nur noch das Centro. Und der Rest der Stadt geht leer aus.“ Kevin Ewald (25)

„Es gibt zu wenig Spielplätze. Genauer: Wo sind die sauberen Spielplätze, auf denen Kinder sicher spielen können? Wenn man die Kleinen in den Sandkasten lässt, muss man Angst davor haben, dass sie sich an einer zerbrochenen Glasflasche schneiden! Wenn Betrunkene den Spielplatz betreten, gehe ich auf sie zu und drohe damit, die Polizei zu rufen, sofern sie nicht verschwinden. Meistens legen die sich nur auf die nächste Bank.“ Vanessa Merkel (23)

„Der Stadt fehlt ein neuer OB. Klaus Wehlings Politik verfolgt falsche Ziele. Die Erhöhung der Grunderwerbsteuer ist Unfug! Als Makler weiß ich, wie schwer es ist, hier Immobilien zu verkaufen. Das liegt auch am schlechten Ruf der ortsansässigen Hells Angels. Wenn ich mit meinem gehbehinderten Mops an den Rockern vorbeigehe, seufzen sie mitleidig: ‘Der kann ja nicht laufen!’ Sie füttern und streicheln ihn. Nettere Menschen, als man denkt.“ Herbert Schwer (62)