Leser helfen nach tödlichen Hundebissen
31.01.2012 | 19:04 Uhr 2012-01-31T19:04:00+0100
Oberhausen. Nachdem der kleine Pudel einer Oberhausener Rentnerin von fünf großen Hunden zerfleischt wurde, boten zahlreiche Menschen Hilfe an. Eine WAZ-Leserin will sogar die gesamten Kosten des Tierarztes übernehmen, der noch versucht hatte, das Leben des Pudels zu retten.
Natürlich geht es Helga Kluge (79) nicht gut derzeit, so schnell vergisst man solche Szenen nicht: In der vergangenen Woche zerfleischten fünf große Hunde den kleinen Pudelmischling Charly der Oberhausener Rentnerin. Die Halterinnen der Schäferhunde kümmerten sich einfach nicht, gingen davon, als sei nichts passiert. „Meine Mutter findet einfach keine Ruhe, weil sie die Bilder von den schrecklichen Ereignissen immer wieder vor Augen hat“, sagt nun Sohn Gerd Kluge.
Die Seniorin mit der kleinen Rente muss nun nicht nur mit dem Verlust des Tieres klar kommen, sie hat auch teure Tierarztkosten zu begleichen. Doch zumindest in dieser Hinsicht scheint die Geschichte ein gutes Ende zu nehmen. „Ich kann Frau Kluge zwar nicht den seelischen Schmerz nehmen, sie aber doch von den finanziellen Sorgen befreien“, erklärte am Dienstag eine WAZ-Leserin. Sie hatte sich auf die Berichte hin gemeldet und bereit erklärt, die gesamten Tierarztkosten von über 1000 Euro zu übernehmen.
Die Spenderin, die anonym bleiben möchte, war nicht die einzige, die Helga Kluges Geschichte berührte. Weitere WAZ-Leser möchten der Seniorin finanziell unter die Arme greifen. Auch Andreas Voss aus Velbert wollte spenden. Und der Essener Edmund Lehm regte an, ein Sammelkonto für die geschädigte Dame einzurichten. Als Lehm von weiteren Spendenwilligen erfuhr, zeigte er sich erfreut: „Es ist schön, dass es mehrere Menschen mit Herz gibt.“
Spenden für Tierschutz
Auch Gerd Kluge ist natürlich über die Hilfsbereitschaft erfreut. Für ihn steht fest: Wenn die Hundebesitzerinnen rechtlich wie finanziell zur Verantwortung gezogen werden, dann werden Kluges dieses Geld dem Tierschutz spenden. Kluge: „Wir wollen aus dieser Geschichte schließlich keinen Gewinn ziehen.“
Bei der Polizei gingen derweil unheimlich viele Hinweise auf die möglichen fünf Hundehalterinnen ein, deren Tiere den Pudel totgebissen haben sollen. „Diesen Hinweisen gehen wir jetzt nach“, sagte Polizeisprecher Johannes Paus.
„Ich hoffe sehr, dass die Hundeführer ermittelt werden und nicht straflos davon kommen“, kommentierte auch DerWesten-Leser „achjottchen“ im Internet – und drückte sein Mitgefühl aus: „Der alten Dame wünsche ich alles Gute und hoffe, dass sie bald über diesen Schock hinweg kommt. Vergessen kann man so ein Erlebnis wohl nie.“

10:00
"Da man normalerweise seinen Hunde ab 40 cm und ab 20 kg beim Ordnungsamt anmelden muss, ist man gleichzeitig verpflichtet auch einen Halternachweis zu erbringen, d.h. nachweisen, ob man in der Lage ist einen großen Hund zu führen."
Das bedeutet aber nicht zwingend, dass man auch in der Realität weiß, wie man in einer solchen Situation handelt. Außerdem wird das vom OA nicht kontrolliert, und leider passieren solche Fälle immer wieder. Sehr traurig!
Ich hoffe nur, dass man diese Halterinnen ausfindig machst, und ihnen eine saftige Strafe für Ihre Ignoranz auferlegt. Leider sind da mal wieder die Hunde die Leidtragenden, denn sie sind nur das Werk dieser Menschen.
16:31
Das Problem hängt immer am anderen Ende der Leine: Wer insbesondere große Hunde halten will, sollte einen Wesens- und Eignungstest ablegen müssen.
12:10
Irgendwie habe ich gleich ein Bild vor Augen, wie diese Halterinnen wohl ausgesehen haben könnten...
Man kann nur hoffen, dass sie ermittelt werden können und dass man ihnen neben einer angemessenen Strafe ein lebenslanges Verbot, Hunde zu halten auferlegt.
09:44
wirklich traurig die geschichte.......so ein süsses hundchen......
Heuchler!!!