Lernstress und Zukunftspläne

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Sie zieht es in die Ferne, will einen neuen Kontinent, neue Leute kennenlernen. Auch er verlässt das Ruhrgebiet, verfolgt direkt seine beruflichen Träume: Lea Matern und Leonard Michalas sind zwei von 139 Schülern, die gestern ihren letzten Schultag am Elsa-Bränd-ström-Gymnasium hatten. In wenigen Tagen, am 14. April, startet für sie die Abiturprüfungsphase. Bevor es so weit ist, erzählten sie, was sie sich erhoffen, welche Lernstrategien sie verfolgen und wohin es sie verschlagen wird.

„Meine Vorbereitung für die Abiturklausuren hat bereits in den Weihnachtsferien begonnen“, erklärt Lea. Sie habe bereits frühzeitig die infrage kommenden Themen ihrer beiden Leistungskurse, Deutsch und Sozialwissenschaften, zusammengetragen. „In meinem Zimmer hängen Plakate, die ich mit den passenden Infos zusammengestellt habe.“

Taschengeld für Australientrip

Pläne für die Phase danach hat Lea bereits ausgeheckt. „Bislang kellnere ich am Wochenende, Das will ich nun intensivieren.“ Schließlich will Lea im späteren Jahresverlauf nach Australien aufbrechen – dafür will noch etwas Taschengeld verdient werden. „Ein Jahr lang möchte ich durch Australien reisen und mir damit auch beweisen, dass ich alleine zurechtkomme.“ Mit dem Konzept „Work and Travel“ (Arbeiten und Reisen) will sie den fünften Kontinent erkunden. „Los geht es in Brisbane und dann die Ostküste entlang.“

Nach ihrer Rückkehr steht ein BWL-Studium auf dem Plan, später strebt sie eine Führungsposition an. „In welche Richtung dann genau, PR, Marketing oder Verwaltung, das halte ich mir noch offen.“

Leonard hat ebenfalls seine spätere berufliche Karriere fest im Blick – nach dem Abi will er ein duales Studium beginnen: „International Management for Business and IT“ (Wirtschaftsinformatik) beim Computer-Hersteller HP.

„Ich habe mich immer schon für Naturwissenschaften interessiert“, erzählt er. „Mein Vater ist Chemiker, schon als Kind habe ich viele Versuche mit ihm durchgeführt.“ Diese Faszination hielt an, wählte er als Leistungskurse Mathe und Biologie. Die Vorstellung, schon in wenigen Tagen die erste Abiklausur schreiben zu müssen, sorgt bei Leonard nicht für Schweißausbrüche. „Ich weiß, dass ich mich gut vorbereite.“ Mit Selbstbewusstsein will er die Aufgabe meistern.

Im Erfolgsfall zieht es Leonard fürs Studium drei Monate nach Stuttgart, dann für den praktischen Teil nach Ratingen. „Da es im IT-Bereich schwierig im Ruhrgebiet ist, werde ich wahrscheinlich mein Glück anderswo suchen.“