Leicht sein muss der Tornister
12.02.2012 | 17:10 Uhr 2012-02-12T17:10:00+0100
Oberhausen.Die fünfjährige Celine Beck hat sich schon früh festgelegt: Der Ranzen mit dem Leopardenmotiv, der muss es sein. Strahlend begutachtet sie ihr Wunschmodell und zeigt begeistert die tolle Ausstattung im Inneren.
Zwar ist es bis zum Schulstart im Sommer für Kinder und Eltern noch eine Weile hin, die passende Ausrüstung für die Kleinen wird dennoch jetzt schon fleißig gesucht. Die Schulranzenmesse, die am vergangenen Samstag in der Stadtsparkasse Oberhausen in Zusammenarbeit mit der Firma Gentsch stattfand, lockte deshalb viele Besucher an. Die Messe wollte die Eltern beraten: Welcher ist der passende Tornister für die kommenden I-Dötzchen? Worauf muss ich beim Schulranzenkauf achten? Wie schwer darf der Tornister höchstens sein? Wie wird er richtig eingestellt? Für diese gesundheitlichen Aspekte war auch die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) mit im Boot.
Die "Tonne" darf nicht zu schwer sein
Celines Mutter, Sabrina Beck (28), achtet beim Kauf mehr auf die Passform als auf die Optik: „Man muss bedenken, im Tornister werden viele Bücher drin sein, somit darf dieser an sich nicht zu schwer sein.“ Die Marke des Ranzens spielt dabei auch eine Rolle, denn: „Die sind ja nicht umsonst so bekannt geworden.“
Gentsch-Fachverkäuferin Carmen DeHond (45) rät ebenfalls zum Kauf von Markentornistern: „Die preiswerteren Tornister werden meistens in Massen hergestellt und sind somit schlechter verarbeitet als die teureren Modelle.“ Eine Marke stehe für Qualität, denn sie habe einen Ruf zu verlieren, den sie sich über eine lange Zeit aufgebaut habe. „Zudem lassen sich Ersatzteile leichter nachbestellen.“
Tornister dürfen bei Bewegung nicht verrutschen
Außerdem empfiehlt sie, sich nicht auf ein Tornistermodell festzulegen, da die Gefahr groß sei, dass dieser zwar schön aussehe, aber nicht zum Kind passe.
Die AOK hatte deshalb in der Sparkasse einen kleinen Hindernisparcours aufgestellt, um den Eltern zu zeigen, welche alltäglichen Bewegungen die Kinder mit dem neuen Ranzen absolvieren müssen. „Wenn der Tornister bei diesen Bewegungen verrutscht oder das Kind damit nicht zurechtkommt, dann raten wir vom Kauf ab und empfehlen ein anderes Modell“, sagt Marijke Gschwenttberger-Vandamme (26). Bei der Beratung werden mehrere Faktoren mit einbezogen, zum Beispiel die Rückenmuskulatur des Kindes oder die Länge des Schulwegs.
Eltern entscheiden sich um
„Wenn das Kind direkt neben der Schule wohnt, dann ist das ganze natürlich nicht so schlimm. Wenn das Kind jedoch 30 Minuten Schulweg hat, dann spielt das ganze eine entscheidende Rolle. Manche Eltern haben sich dann tatsächlich umentschieden.“
Neben dem Ranzenkauf hatten die Kinder die Möglichkeit, sich schminken zu lassen oder ein Foto mit dem nagelneuen Ranzen zu machen. Die Eltern konnten sich über das richtige Pausenbrot informieren, um zu erfahren, wann und wie viel das Kind in der Schule gesund essen sollte.
Satt und gesund
„Wichtig dabei ist, dass das Kind nicht Fertigprodukte wie verpackte Schokobrötchen mitbekommt. Die halten nicht satt und enthalten sehr viel Fett. Viel wichtiger ist Vollkornbrot, dazu Käsewürfel und Obst und Gemüse. Das hält satt und ist gesund“, sagt Ernährungsberaterin Karin Landsberg (47) von der AOK.
Die Sparkassen-Gruppenleiterin Daniela Bauer (47) war über das große Interesse begeistert. „Es ist schön zu sehen, wie viele Eltern sich heute informieren wollen und auf die Ratschläge großen Wert legen. Im nächsten Jahr wird diese Aktion, die nun zum ersten Mal stattfand, mit großer Sicherheit wiederholt!“

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