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Lautstark beim Frauentag

28.10.2012 | 18:04 Uhr
Lautstark beim Frauentag
Entdeckten beim ökumenischen Frauentag neue Seiten an sich: v.l. Jasmin Brandenburg, Christa Pasdag, Ulrike Schreibers und Susanne Steil während des Workshops "Fascinator" , bei dem sie festlichen Kopfschmuck herstellten. Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool

Oberhausen. „Laufen und tanzen – das geht nicht gleichzeitig“, lacht Dagmar Stappen und hält kurz inne. Dann bewegt sich die 61-Jährige weiter zu orientalischen Rhythmen durch den Raum. Sie nimmt gerade an einem Bauchtanz-Workshop teil und ist eine von 115 Teilnehmerinnen des ökumenischen Frauentages. Bereits zum sechsten Mal findet dieser inzwischen in der evangelischen Gemeinde in Schmachtendorf statt.

Das Motto in diesem Jahr: „einzig – (nicht) artig“. Teilnehmerinnen im Alter von 20 bis 80 Jahren toben sich sowohl kreativ als auch sportlich aus – wie etwa beim Bauchtanz.

Ehrenamtliches Engagement

„Wir laden ein, neue Seiten an sich zu entdecken“, so Elke Müller (56), ehrenamtliche Organisatorin. Das Angebot umfasst elf verschiedene Workshops und erstreckt sich von Selbstverdeidigung bis hin zu einem biblischen Gesprächskreis. Die Veranstaltung basiert ausschließlich auf ehrenamtlichem Engagement.

Auch kreative Kurse gehören zum Programm, einer von ihnen ist der „Fascinator-Workshop“. „Fascinator“, das ist ein festlicher Kopfschmuck, der aus einem Haarreif und unterschiedlichen Materialien wie Spitze, Federn und Stoff besteht. Die Kursteilnehmerinnen können sie hier selbst entwerfen und zusammennähen. „Das ist gar nicht so einfach, wie man denkt“, merkt Karin Mitteg (60). Während die meisten Frauen das schicke Haarteil für Silvester oder Karneval basteln, braucht Jasmin Brandenburg ihren weiß-pinken Fascinator für einen ganz besonderen Anlass. „Ich heirate in zwei Wochen und habe noch nichts für die Haare“, gesteht die 34-Jährige. Die Idee, den Brautschmuck selbst zu machen, sorgt bei den anderen Frauen für Begeisterung.

Musikalischer Nachtisch

Nach der Workshop-Phase bietet ein Mittagessen Zeit für Gespräche. Die Atmosphäre sei toll und es mache Spaß, sich gegenseitig zu beraten, berichten zum Beispiel die Teilnehmerinnen des Styling-Kurses. Einige von ihnen haben bereits mehrfach am ökumenischen Frauentag teilgenommen. Das liege daran, dass die Vielfalt der Workshops so groß sei und man sich untereinander so gut verstehe.

Nach dem Essen folgt ein „musikalischer Nachtisch“, wie Elke Müller schwärmt. Der Percussions-Kurs gibt seine Ergebnisse zum Besten und wird mit Applaus belohnt.

„Wir bekommen viele positive Rückmeldungen“, freut sich Elke Müller. Ein Termin für das nächste Jahr ist bereits gemacht: Am 12. Oktober 2013 findet der nächste ökumenische Frauentag statt.

Josephine Parol

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