Landesbetrieb macht Irrfahrt erst 2016 ein Ende

Beim maßgeblichen Landesbetrieb Straßenbau NRW will man sich nicht dazu äußern, wieso man so lange an dieser Beschilderung festgehalten hat. Die zuständige Sachbearbeiterin macht aber deutlich, dass es einem Staatsakt gleichkommt, daran etwas zu ändern.

„Es gibt ein Nah- und Fernzielverzeichnis für Ortshinweise an allen Anschlussstellen von Bundesautobahnen“, erklärt sie. Änderungen darin müssten mit dem Landesverkehrsministerium abgestimmt werden, außerdem mit der Bezirksregierung in Düsseldorf und der Stadtverwaltung. Das sei in den vergangenen beiden Jahren geschehen. Ergebnis. „Das Fahrt­ziel Dorsten kann entfallen!“

Das geschieht nun freilich nicht, indem die sechs Buchstaben einfach überklebt werden. Neue so genannte Schilder-Brücken müssen her, das Stück im Schnitt zu 5000 Euro, vier an der Zahl, weil die vorhandenen bereits sehr alt sind. „Zur Zeit läuft eine Ausschreibung für über 30 neue Schilderbrücken im Ruhrgebiet“, darunter auch die vier mit dem kritisierten Hinweis auf Dorsten, erklärt die Sachbearbeiterin. Der entsprechende Auftrag werde im Laufe dieses Jahres vergeben.

Spätestens Anfang 2016 würden die neuen Tafeln angebracht - dann ohne „Dorsten“. Für die innerstädtischen Hinweise sei die Stadt zuständig.