Land will Therapiezentrum in der JVA Oberhausen weiter zum Jahresende räumen
04.07.2012 | 06:58 Uhr 2012-07-04T06:58:00+0200
Oberhausen. Ende Dezember schließt in Oberhausen das Therapiezentrum für rückfallgefährdete Sexualstraftäter. Es soll nun auch aus dem ehemaligen Oberhausener Gefängnis ausziehen. Noch ist nicht bekannt, wohin der einzige Insasse Helmut B. umgesiedelt wird.
Der 31. Dezember 2012 ist weiterhin Stichtag für das JVA-Gebäude an der Poststraße. Danach wird es ohne Mieter sein, einfach leer stehen. Die augenblicklich einzige Mietpartei – das Therapiezentrum – räumt dann das Gebäude, in dem für rund anderthalb Jahre der Sexual-Straftäter Helmut B. untergebracht war.
Von diesem Termin geht das NRW-Gesundheitsministerium weiter aus, bestätigt ein Pressesprecher, selbst wenn er über einen notwendigen Ersatzort nur so viel sagen will: „Er wird nicht in Oberhausen liegen.“
27 JVA-Beamte umsorgen einen Häftling
Wohin aber Helmut B. umgesiedelt wird oder werden könnte, hält man unter Verschluss. Man befürchtet protestierende Bürger ähnlich wie in dieser Stadt. Dass bislang noch kein Ort bestimmt ist, hat allerdings auch Gründe, die nicht allein in der Sorge um bürgerlichen Widerstand liegen: Auf Bundesebene wird debattiert, ob man Therapiezentren nicht in die Sicherheitsverwahrung eingliedert. Dort müssten Patienten jedoch räumlich von den übrigen Insassen getrennt betreut werden.
27 Profikräfte kümmern sich zurzeit um B. Auch für sie wird die Arbeit nach dem 31. Dezember in anderen psychiatrischen Kliniken weitergehen, sagt Katharina Landorff, Sprecherin des Landesverbands Rheinland. Es gebe genügend Kliniken im Land, zum Beispiel in Essen, Düsseldorf oder Bedburg-Hau. Der LVR ist Träger des Therapiezentrums.
Wunsch nach einer Fachhochschule anstelle des derzeitigen JVA-Standorts ist groß
Allein die Zukunft des JVA-Gebäudes ist nach wie vor unentschieden. Für die Innenstadt-Entwicklung wäre die Fläche attraktiv, glaubt City-Manager Franz Muckel: „Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir dort eine Fachhochschule wünschen.“ Nachbar Duisburg hat eine Uni, Bottrop und Mülheim wenigstens eine Fachhochschule, nur Oberhausen ging bislang leer aus. Die Studenten würden nach Muckels Vorstellung für noch mehr Leben in der Innenstadt sorgen.
17:15
27 Leute, ein riesiger Bau und das alles für einen Täter?
Da muss es doch irgendwo eine andere Lösung geben...
Nicht das was die meisten jetzt denken, ich meine natürlich einen Platz in einem ganz normalen Knast. Es muss doch möglich sein ihn von den anderen zu trennen.
Man kann es nicht fassen, wie unsere Justiz tickt.
13:53
Natürlich kostet die Unterbringung von Strafgefangenen Geld.Wird dieses Geld aber nicht ausgegeben und es passiert tatsächlich was,sagt doch jeder "warum wurde nicht das maximal mögliche getan"?! Und klar ist ja auch das die Sozis wieder daran schuld sind... Jeder kann ja wählen was er möchte.Und wenn man denkt das die mit den Schwarzen und den Mehrheitsbeschaffern anders gekommen wäre,bitte schön...
20:35
Umbaukosten 1,8 Millionen Euro und Personalkosten 1 Millionen Euro zuzüglich Betriebskosten in unbekannter Höhe ergeben für einen Häftling pro Tag 7677 Euro Unkosten. Die einzigsten Häftlinge in der BRD die teurer und genauso sicherer untergebracht waren sind die Mitglieder der RAF und die Nazis in Spandau! Das mögen Sie TausOB einmal beachten. Aus der BI sind viele aus einem Dämmerschlaf erwacht und sehen Rot in einer gänzlich anderer Farbe.
17:27
Was ist eigentlich aus der Bürgerinitiative gegen die Unterbringung geworden?Und wie viele sind eigentlich nochmal ausgebrochen und sofort am HBF abgehauen?
11:46
Mal abgesehen von den bekannten 1 Mio Euro jährlichen Personalkosten (für EINEN einzigen Insassen!), wieviele Mio. wurden zusätzlich für die Einrichtung verheizt?
11:44
Das "Problem" dabei ist, dass es sich hier um eine Sache vom Land und nicht von der Stadt handelt.
Für mich war, ist und wird es niemals nachvollziehbar sein, dass man für einen Menschen so vierl Personal benötigt.
Es gibt JVA, die überbelegt sind etc. Warum nutzt man nicht die in Oberhausen?
Auch in Duisburg wurden Gelder verschwendet durch den Abriss des Gefängnisses. Anstelle dessen wurden Container als Übergangslösung aufgestellt (hoffe, ich habe das jetzt so richtig weiter gegeben).
Man kann einfach nur noch den Kopf schütteln bei so viel Wahnsinn!
11:24
Mit dem Geld, was dort schon auf krimineller Basis verbraten wurde, hätte man sich die Diskusion in Oberhausen über die Schließungen von Schwimm- und Hallenbädern sparen können.
Ich konnte k.....
10:50
Bildunterschrift - Bitte Korrektur! Es heißt endgültig und nicht entgültig.