Lachen bis der Arzt kommt
20.06.2007 | 08:47 Uhr 2007-06-20T08:47:08+0200GESUNDHEIT. Im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen helfen Clowns den jungen Patienten im Umgang mit Krankheit.
Greta Margareta und Krümel sind Clowns. Und am liebsten halten sie sich im Krankenhaus auf. Ein Widerspruch? Auf zwei Kinderstationen des Evangelischen Krankenhauses (EKO) nicht. Seit zwei Monaten tummeln sich die zwei bunten Gestalten zwischen den seriösen Medizinern mit den weißen Kitteln. Ihr Werkzeug ist nicht das Stethoskop, sie kommen mit Tröten und Luftballons, Glockenspiel und Seifenblasen. Ein Mal in der Woche ertönt dann Kinderlachen, wo sonst oft eine bedrückende Stimmung herrscht.
"Therapeutischer Humor" nennt sich das. "Manche Kinder sind gleich begeistert wenn sie uns sehen, andere eher schüchtern. Da reagieren wir dann entsprechend", erzählt Clown Krümel. Es komme vor, dass die Kinder ihre Schmerzen für einige Zeit vergessen, und lernen, besser mit ihrer Situation umzugehen. "Wir arbeiten uns dann spielerisch an die Krankheit heran und lassen auch jedes mal ein kleines Geschenk da", ergänzt Clown Greta Margareta.
Im richtigen Leben heißt Krümel Fritzi Bender und ist Sozialarbeiterin, Greta Margareta heißt eigentlich Susanne Kirchhof und ist gelernte Logopädin. Zu der neuen Beschäftigung im EKO hat ihnen der Soziokulturelle Verein Altenberg ("Sovat") verholfen. Der realisiert das Projekt "Klinikclowns" und finanziert es zu einem kleinen Teil auch selbst. Für Holger Fünderlings, den Vorsitzenden von Sovat, geht es vor allem darum, "als Soziokulturelles Zentrum auch außerhalb der eigenen vier Wände etwas zu bewegen".
Einen Sponsor haben die Clowns in der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Oberhausen.
"Damit unterstützen wir ein wirklich schönes und gutes Projekt in einem Krankenhaus, in dessen Einzugsbereich ja auch viele unserer Mieter und deren Kinder wohnen", erklärt Vorstandsmitglied Klaus Landsiedel das Engagement. Gleich für die nächsten vier Jahre sagt die Genossenschaft ihre Hilfe zu. Gesichert ist das Projekt vorerst trotzdem nur für das nächste halbe Jahr. Aus diesem Grund bittet der Verein Sovat um Spenden. Mehr Informationen gibt's unter Tel: 895 780.

0mitdiskutieren