Kurze Geschichte der Welt in Oberhausen

Schlüpfen in unterschiedliche Rollen:  Angela Noack und Sergej Lubic.
Schlüpfen in unterschiedliche Rollen: Angela Noack und Sergej Lubic.
Foto: Béatrice Król
Was wir bereits wissen
Regisseur Thomas Fiedler setzt die Story von allem auf der Bühne in Szene. Die Uraufführung feiert Sonntag Premiere im Malersaal des Theaters.

Oberhausen.. „The Story of Everything“, „Die Geschichte von allem“ ist der Titel eines so genannten Popup-Comics, eines dreidimensionalen Bilderbuchs mit elf Szenerien des britischen Autors und Illustrators Neal Layton. Regisseur Thomas Fiedler bringt die 15 Millionen Jahre umfassende Geschichte vom Urknall bis zum Heute, die Layton erzählt, auf die Theaterbühne als „Eine kurze Geschichte der Welt“ für Zuschauer zwischen fünf und 99 Jahren. Die Uraufführung feiert am Sonntag, 26. April, um 15 Uhr Premiere im Malersaal des Theaters.

„Magie entsteht, wenn man versucht, sich diese gewaltigen Dimensionen vorzustellen“, sagt der Regisseur. „Es gibt einen kosmischen Beginn und eine immer stärkere Konzentration auf die Welt“, beschreibt er das Revue-artige Bühnengeschehen, das er in Szene setzt. „Ein Wimpernschlag ist die Geschichte der Menschheit, nur sehr, sehr kurze 130.000 Jahre alt, gegenüber dem Rest.“

Vom Nichts bis zur Gegenwart mit ihrem überfüllten Planeten Erde reisen die Zuschauer in nur einer Stunde. „Wir zeigen das wahre Leben, da wird’s schon mal laut“, sagt Dramaturgin Tamina Theiß. Der Urmensch habe schließlich, um überleben zu können, jagen müssen, und dass die Dinosaurier ausstarben, habe wahrscheinlich mit dem Einschlag eines Meteoriten auf die Erde zu tun gehabt. Die Sache wird also nichts für besonders ängstliche und zart besaitete Zuschauerkinder.

Vom Nichts zur Gegenwart

„Ich bin Maximalist, mehr ist mehr“, sagt José Luna, verantwortlich für Bühne und Kostüme. „Er baut etwas aus allem, was wir produzieren, hat den Fundus durchstöbert, ist ein Künstler im Erzeugen von Bildern“, beschreibt ihn die Dramaturgin. Ein Sound-Künstler ist Anton Berman, der mit verschiedenen Instrumenten live das Geschehen zum Hörerlebnis gestalten wird.

„Die Schauspieler sind mit großer Lust eingestiegen, es ist ein mit dem Ensemble entstandenes Stück“, verrät der Regisseur. „Sie müssen unglaublich viel reißen und viele Rollen übernehmen, vom Einzeller bis zum Mammut, vom Säbelzahntiger zum Urmenschen, werden Stern, Römer, Indianer.“ Vier Darsteller, Angela Noack, Anton Berman, Sergej Lubic und Peter Waros, schlüpfen in 25 Kostüme.

Kleinere Zuschauer werden vorne vor der Bühne auf Sitzkissen platziert, sind sehr nah dran am Geschehen, während die Größeren auf normalen Stühlen sitzen werden. Am Ende wird die Frage stehen, wie wir nun umgehen sollen mit unserer Welt.