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Kunst lockt den Sommer an

31.07.2011 | 17:59 Uhr
Kunst lockt den Sommer an
Open Air und Kunst: Vielfältige Vernissage im Revierpark Vonderort der Kreativgruppe „Salon Vio L’Art“. Foto : Katja Marquard

Oberhausen.Manche Ideen sind ihrer Zeit einfach eine Nasenlänge voraus: „C’est L’été - Es ist Sommer“, die Freiluft-Vernissage der Künstlergruppe „Salon Vio L’Art“, zeigte bereits am gestrigen Sonntag im Revierpark Vonderort die Annehmlichkeiten der warmen Jahreszeit, obwohl die Sonne ihre volle Stärke doch erst ab heute ausspielen wird.

Graue Wolken am Himmel, strahlende Farben auf den Bildern vor den grünen Wiesen, Installationen an Bäumen, gerahmt von freundlichen Klangkulissen. Zehn Künstler, die sonst gemeinsam in ihren Räumlichkeiten an der Lange­markstraße wirken, setzten ihre Werke zur „Open Air“-Ausstellung diesmal im Revierpark einfach an die frische Luft: Die Stilformen waren dabei ganz unterschiedlich - vom Impressionismus über Literatur bis hin zur Musik.

Individuelle Verwirrung

Mitchel Summer (Gitarre), Rudi Behnke (Malerei, Objekte, Lyrik, Chanson), Ulrike Kröll (Malerei), Hildegard Hugo (Autorin und Fotokünstlerin), Wolfram Klose (Malerei), Anne Bremsat (Energiebilder), Angelika Stephan (Malerei in Öl und Akryl), Helga Drenhaus, Ortrud Urban (Elisas Traumschmuck) und Rolf Domagala sorgten so für neugierige Blicke am Wegesrand. „Es ist sehr passend, die Kunst in die Natur zu bringen“, sagt Anne Bremsat.

Da wurden Teile der Parkanlage kurzerhand selbst zum Kunstobjekt. So wie bei dem Projekt von Helga Drenhaus, bei dem Kinder und Erwachsene selbst zwischen drei Bäumen weite Schnüre in die Hand nehmen und zwischen den Bäumen hin und her spannen konnten. Drenhaus: „Dadurch entsteht eine individuelle Verwirrung. Jeder kann seiner Kreativität freien Lauf lassen.“

Die Vielfalt macht's

Angereichert wurde die Vernissage mit feiner Gitarren musik von Mitchel Summer und einigen Lesungen. Praktisch: Spaziergänger konnten direkt ihre Fragen loswerden. Etwa, wie ein Künstler überhaupt Ideen sammelt oder die Arbeit an einem Bild beginnt. Angelika Stephan erklärt: „Dies hängt vom jeweiligen Gefühl ab - dran orientiert sich etwa die Farbauswahl. Soll es intensiv sein, wählt man Orange. Geht es um den Verstand beispielsweise Blau.“ Wechselnde Maltechniken ergeben individuelle Ergebnisse. Auch hier zählt: Die Vielfalt macht’s.

Ulrike Kröll hat bei ihren Werken mit Wachs gearbeitet. Dies verleiht eine ungewohnte Tiefe, ähnlich wie bei einem 3D-Bild. Die Arbeiten sind mit Techniken verknüpft. „Man sollte nicht zu langsam sein, da der Wachs schnell trocknet“, sagt Ulrike Kröll. Auch das Arbeitswerkzeug ist eher unkonventionell. Kröll: „Ich arbeite mit einem Bügeleisen!“

Dirk Hein

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