Kreissynode befasst sich mit Waren-Boykott

Zu einer weiteren Info-Veranstaltung zum Thema „Nahost-Konflikt“ laden der Kreissynodalvorstand und der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) der Evangelischen Kirche Oberhausen am Donnerstag, 7. Mai, um 19 Uhr ins Gemeindehaus der Ev. Emmaus-Gemeinde an der Skagerrakstraße 13 ein. Hintergrund ist die ausstehende Entscheidung des Kirchenkreises, ob er sich an einem Boykott jüdischer Waren aus den von Israel besetzten Gebieten beteiligen wird oder nicht.

Eingeladen ist Rolf Verleger, Professor für Medizinische Psychologie, Mitglied des Vereins „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ und bis 2009 Direktoriumsmitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland. Er hat deutliche Kritik an Israel aus einer jüdischen Perspektive geäußert; die Besatzungspolitik passe nicht zur Nächstenliebe, zu der Juden besonders verpflichtet seien. Zu Gast wird zudem Lev Schwarzmann sein, Vorstandsvorsitzender der liberalen jüdischen Gemeinde „Perusch“ in Oberhausen.

„Nachdem wir uns mit dem geschichtlichen Hintergrund und der Sicht der Evangelischen Kirche im Rheinland zu diesem Thema befasst haben, möchten wir nun zwei dezidiert jüdische Stimmen zu Wort kommen lassen“, sagt Superintendent Joachim Deterding.