Kranke bekommen Cola und Kokosmilch

Bei der Fortbildungsveranstaltung von Ärztekammer und Gesundheitsamt zum Thema Ebola informierte Dr. Inka Daniels-Haardt Ärzte, Polizei und Feuerwehr.

Wichtig zu wissen für alle: Die Inkubationszeit beträgt zwei bis 21 Tage. Die Ansteckungsgefahr korreliert mit der Schwere der Erkrankung.

Ebola wird nicht über die Luft übertragen, sondern nur durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten, den Kranken selbst, manchmal auch durch kontaminierte Umgebung. Die Ärztin wies darauf hin, dass die Samenflüssigkeit von ehemaligen Ebola-Patienten noch drei Monate nach deren Gesundung infektiös sei.

Daniels-Haardt erklärte auch, dass Masern und Malaria in den afrikanischen Ländern sehr viel mehr Opfer forderten als Ebola. Dennoch dürfe man die Hilfsprogramme nicht vernachlässigen. Der derzeitige Stand: 21.000 an Ebola Erkrankte. 8000 Menschen sind verstorben. Hauptsächlich betroffen sind Guinea, Sierra Leone und Liberia, die zu den ärmsten Ländern der Welt zählen. Dort gebe es keine Möglichkeiten, die erkrankten Menschen zu behandeln. „Sie werden isoliert und bekommen Cola und Kokosmilch“, sagte Daniels-Haardt.