Kräftiger Konsum stärkt die Unternehmen in Oberhausen

Volle Einkaufstaschen bescheren der lokalen Wirtschaft eine gute Geschäftslage.
Volle Einkaufstaschen bescheren der lokalen Wirtschaft eine gute Geschäftslage.
Foto: Hauke-Christian Dittrich
Was wir bereits wissen
Konjunkturbericht der IHK: Vier von zehn Firmen bezeichnen ihre Geschäftslage als gut. 29 Prozent beabsichtigen, ihre Investitionen zu erhöhen.

Oberhausen..  Die Unternehmen in Oberhausen melden eine deutlich bessere Geschäftslage als noch vor einem halben Jahr, 41 Prozent beurteilen sie als gut. Anfang 2016 waren es nur 33 Prozent. Deutlich weniger Firmen als noch vor sechs Monaten bezeichnen ihre Lage als schlecht: 6 statt 13 Prozent. Dies geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer zu Essen hervor, die für die Städte Mülheim, Essen, Oberhausen zuständig ist.

Optimismus wächst

Zugenommen hat auch der Optimismus der lokalen Wirtschaft. Ging Anfang dieses Jahres nur jedes zehnte Unternehmen von einer sich günstig entwickelten Geschäftslage aus, so ist es aktuell jedes vierte. Eine eher ungünstige Entwicklung befürchten 15 Prozent der befragten Betriebe (Anfang 2016: 17 Prozent).

Bei der Frage, ob sie voraussichtlich mehr Personal einstellen werden, sind die IHK-Betriebe allerdings weniger optimistisch. Beantworteten vor sechs Monaten noch 17 Prozent die Frage mit ja, sind es jetzt nur noch 12 Prozent, ebensoviele schätzen, dass sich ihre Beschäftigtenzahl voraussichtlich verringern wird.

„Die derzeit hervorragende wirtschaftliche Situation basiert vor allem auf dem kräftigen Konsum sowie einer stabilen Lage am Arbeitsmarkt“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Püchel bei der Vorstellung des Konjunkturberichts. Sorgen bereitet der Wirtschaft aber der Fachkräftemangel, der die Unternehmensentwicklung spürbar hemme. Aktuell kann bereits etwa ein Viertel der Firmen im IHK-Bezirk offene Stellen längerfristig nicht besetzen. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, setzt mehr als jedes zweite Unternehmen auf eine Ausweitung der beruflichen Weiterbildung. Vier von zehn Firmen geben an, künftig mehr in Ausbildung zu investieren. Eine Strategie, die die IHK nachdrücklich unterstützt: „Die Ausbildung im eigenen Betrieb ist eine wichtige Säule, um Nachwuchskräfte zu sichern. Hier können wir jedem Unternehmen nur empfehlen, sich intensiv zu engagieren. Die duale Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft, die sich rentiert“, so Püchel.

Erfreulich ist die anhaltende Bereitschaft, stärker in das Unternehmen zu investieren: Fast 29 Prozent wollen ihre Investitionen erhöhen (Anfang 2016: 33 Prozent), allerdings geben auch 17 Prozent an, die Investitionen herunterzufahren.

Vergleich man die Ergebnisse mit den beiden anderen IHK-Städten, so liegt Oberhausen bei der Beurteilung, dass die Geschäftslage gut sei, deutlich vor Mülheim (22 Prozent) und gleich auf mit Essen (41 Prozent).

Die IHK zu Essen befragt gemeinsam mit den vier weiteren IHKs im Ruhrgebiet zweimal im Jahr die Unternehmen. Insgesamt fließen so die Rückmeldungen von rund 980 Firmen mit mehr als 136 000 Beschäftigten in den Lagebericht ein.