Konkrete Beispiele sprechen an

Was wir bereits wissen
Alexander Trennheuser ist NRW-Geschäftsführer von Mehr Demokratie, einer Organisation für direkte Demokratie.

Alexander Trennheuser ist NRW-Geschäftsführer von Mehr Demokratie, einer Organisation für direkte Demokratie.

Eine Stadt lädt zum Bürgerforum ein und kaum einer geht hin. Welche Fehler machen Städte da?

Alexander Trennheuser: Eine Verwaltung muss seinen Bürgern deutlich machen, wie sich ein Entscheidungsprozess verändert, wenn sich die Menschen daran beteiligen. Was passiert mit den Ergebnissen? Schaut man sie sich nur an oder werden sie dem Rat vorgelegt? Geht es nur um eine Quatsch-Runde und wichtige Entscheidungen trifft der Rat, kommt keiner.

Ist Bürgerbeteiligung bei konkreten Projekten einfacher?

Trennheuser: Je konkreter und näher ein Thema an der Lebenswelt der Bürger ist umso besser. Statt zur Diskussion über ein Einzelhandelskonzept einzuladen, könnte man konkret etwa Parkplätze ansprechen, wie weit diese vom Supermarkt entfernt sein sollen und was sie kosten dürfen.

Wann ist Bürgerbeteiligung erfolgreich? Wenn viele mitmachen oder die Diskussion lebendig ist?

Trennheuser: Das kommt auf das Format an. Ohne den Oberhausener Fall zu kennen, klingt das so, als habe man sich mehr Gäste gewünscht.