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Altenbergpark

Kletterburg und Tarzanseile

02.06.2010 | 18:03 Uhr
Kletterburg und Tarzanseile

Landschaftlich gesehen könnte der Altenbergpark ein wahres Spielparadies sein: Die hügelige Wiese lädt zum Kullern und Kugeln, dichte Büsche zum Verstecken. Gleich nebenan stehen Fußballtore zum nachmittäglichen Kicken und ein Basketballkorb. Dass es sich dabei tatsächlich um einen Spielplatz handelt, davon ist allerdings nicht viel zu merken: Der verwahrloste Sandkasten hat seine besten Zeiten hinter sich, eine Sitzecke, die sicher einmal gemütlich war, nutzen Jugendliche mittlerweile als Abfalleimer.

Das soll sich nun ändern. Das Kinderbüro der Stadt hat den Spielplatz an der Altenberger Straße in sein Sanierungsprogramm aufgenommen. In den vergangenen drei Tagen waren Mitarbeiter vor Ort, um von den Kindern zu erfahren, wie sie sich den perfekten Spielplatz vorstellen.

Mirko und Nick hätten am liebsten ganz viele Bagger und einen Kran für den Sandkasten. Die beiden Siebenjährigen wohnen ganz in der Nähe und sind fast jeden Tag im Altenbergpark. Spielen könnten sie zwar auch so, sagen sie, mit mehr Geräten würde es aber viel mehr Spaß machen.

Die ersten Wünsche hat Anita Takyi vom mobilen Kinderbüro bereits entgegengenommen, und die sind durchaus konkret: Ganz hoch im Kurs steht eine Kletterburg, mit zwei überdachten Türmen, verschiedenen Ebenen, Tarzanseilen, Strickleitern und einer langen Rutsche. Ebenfalls gefordert: Schaukeln aller Art – in der Vogelnest-Variante, als Doppelsitzer oder in der einfachen Version für die ganz Kleinen.

Budget von 110 000 Euro

Ob die Wünsche auch in Erfüllung gehen, kann Stefan Breuer, Leiter des Kinderbüros, noch nicht sagen. Man bemühe sich natürlich immer, aber man muss auch schauen, was realisierbar ist. Montag würden die Wunschzettel ausgewertet und eine Rangliste erstellt, erklärt Anita Takyi die weitere Planung. Dann gingen die Ideen an die Spielplatzplaner, die etwa Statik und Fallhöhen berechnen. Das, was möglich ist – und im Budget von 110 000 Euro liegt – wird als Bildpräsentation erarbeitet und den Kindern und Eltern vor Ort vorgestellt.

In einer demokratischen Abstimmung entscheiden die Kinder dann, ob ihnen die Ideen gefallen oder nicht. Erwachsene dürfen übrigens mit abstimmen, haben allerdings nur ein 50 prozentiges Stimmrecht. „Schließlich sind es die Kinder, die anschließend hier ihre Zeit verbringen“, erklärt Anita Takyi.

Die Sanierung wird sich noch um einiges hinziehen, wann der neue Spielplatz eröffnet, kann Stefan Breuer nicht sagen, „für diesen Sommer klappt’s aber nicht mehr“.

Nadine Gewehr

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