Kleiner Laden für fairen Handel in Oberhausen eröffnet

Anita Schucker und Klaus Theis leiten den fairen Laden an der Elsässer Straße in Oberhausen.
Anita Schucker und Klaus Theis leiten den fairen Laden an der Elsässer Straße in Oberhausen.
Foto: Ulla Emig FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Verein „Solidarische Welt Oberhausen“ betreibt ein Geschäft an der Elsässer Straße. Hauptprodukte sind Kaffee, Tee, Kakao, Honig, Wein, Kekse.

Oberhausen.. Der noch junge Verein „Solidarische Welt Oberhausen“ will den fairen Handel voranbringen - in der Stadt Oberhausen und überhaupt. An der Elsässer Straße 19 haben die Mitglieder deshalb ein Ladenlokal angemietet, in dem sie fair gehandelte Waren anbieten. „Eigentlich wollten wir als fliegende Händler bei Veranstaltungen auftauchen“, sagt Vereinsmitglied Klaus Theis über die ursprüngliche Idee. Doch dann entdeckte der Verein die leerstehenden Geschäftsräume an der Elsässer Straße für sich, die sich so vielleicht auch im hinteren Bereich geschäftsmäßig noch mausern wird. Das kleine, ausgefallenere Geschäft könnte ein Anfang sein.

Zum Laden und der Idee dahinter: „Die internationalen Handelsbeziehungen, so wie sie zurzeit laufen, gehen auf Kosten der Produzenten“, erklärt Theis, warum ihnen das Angebot von fair gehandelten Produkten so wichtig ist.

Produkte ohne Pestizide

Theis, der gemeinsam mit Kollegin Anita Schucker das Projekt vorstellt, schildert am Beispiel von Tee, was es bedeutet, wenn Waren nicht fair gehandelt werden. Großkonzerne ließen den Tee auf riesigen Feldern anbauen. „Wanderarbeiter erhalten einen so geringen Lohn, dass sie davon keine Familie ernähren können“, sagt Theis. Anders im fairen Handel: Es wird ohne krankmachende Pestizide gearbeitet. Die Arbeiter erhalten ein Einkommen, dass nicht nur die Familie ernährt. „Es ist den Menschen zusätzlich möglich, in Infrastruktur oder Bildung zu investieren“, verdeutlicht Anita Schucker.

„Wir wissen, was wir hier machen, ist ein Tropfen auf den heißen Stein“, erklärt Theis. Doch immerhin seien bei der Gepa (The Fair Trade Company) sechs Millionen Kleinbauern-Familien registriert.

Damit es noch mehr Familien werden und die fair gehandelten Waren Absatz finden, engagiert sich der Oberhausener Verein. „Gleichzeitig wollen wir im Kundengespräch informieren“, verdeutlicht Theis. Als Hauptprodukte werden in dem kleinen Geschäft verschiedene Kaffee-Sorten, Tee oder Kakao angeboten. Außerdem gibt es Reis, Honig, Wein oder Kekse.

Geöffnet hat das kleine Geschäft mit den fair gehandelten Waren montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr. Samstags von 10 bis 13 Uhr. Wer sich über einen Einkauf hinaus für den Fair Trade Handel engagieren möchte, kann sich auch unter 884 220 16 melden.