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Kleidung für den kleinen Geldbeutel

26.01.2016 | 07:00 Uhr
Kleidung für den kleinen Geldbeutel
In der „Kleiderkaue“" wird gut erhaltene Kleidung verkauft, auch ein wenig Kinderspielzeug und Bücher.Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen-Stadtmitte.   An der Stöckmannstraße hat die Caritas einen Secondhand-Laden eröffnet.Die „Kleiderkaue“ bietet gleichzeitig Beschäftigung für psychisch Erkrankte

Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen schaffen, die wegen einer psychischen Erkrankung zeitweise oder dauerhaft nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt bestehen können und gleichzeitig guterhaltene Kleidung für kleines Geld anbieten – das ist das Konzept der Secondhand-Läden, die die Caritas betreibt: Bei „Piccobello“ in Osterfeld funktioniert das schon seit 2002, an der Stöckmannstraße 76 gibt’s mit der kürzlich eröffneten „Kleiderkaue“ nun auch in der Oberhausener Stadtmitte ein vergleichbares Angebot.

Vor rund einem Monat wurden die neuen Räumlichkeiten bezogen, mit gespendeter Damen-, Herren- und Kinderbekleidung bestückt und dekoriert. Auch Haushaltswäsche wie Tischdecken, Gardinen und Handtücher sowie ein bisschen Geschirr gehören zum Sortiment. Neben einigen Ehrenamtlichen sind regelmäßig zehn Beschäftigte gegen eine kleine „Motivationspauschale“ im Einsatz, zwei- bis dreimal die Woche, nie mehr als fünf Stunden am Stück: „Etwas Produktives tun und mit Menschen in Kontakt kommen, das ist sehr wichtig für unsere Leute. Außerdem gibt es ihnen die nötige Tagesstruktur“, erläutert Cornelia Schade, die zusammen mit ihrer Kollegin Heike Hillenbrand das Beschäftigungsprojekt organisiert, Dienstpläne erstellt und für die Probleme der Mitarbeiter ansprechbar ist.

Spenden erwünscht

Die Verkaufserlöse werden eingesetzt, um die Motivationspauschalen und die Betriebskosten wie Miete, Strom und Wasser zu erwirtschaften. Die Kundschaft sei bunt gemischt: Finanzschwache Familien, die für kleines Geld gut erhaltene Kleidung suchen, zählen ebenso dazu wie Frauen, die Spaß an Mode haben und immer mal wieder reinschauen, um nach schrägen Outfits oder ausgefallenen Einzelstücken Ausschau zu halten. Oder Menschen, die auch in Sachen Bekleidung auf Nachhaltigkeit setzen: „Guten Sachen eine zweite Chance geben – das ist mittlerweile für manchen ein Thema“, hat Schade festgestellt.

Noch sind die Regale im rückwärtigen Lagerraum der „Kleiderkaue“ nicht übermäßig voll: „Vor allem Spenden von Haushaltswäsche, Herrenkonfektion und warme Winterkleidung für Kinder könnten wir noch gebrauchen“, sagt Heike Hillenbrand. Spenden können direkt im Laden abgegeben werden. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit der Abholung. Dazu müsste ein Termin mit den Mitarbeitern abgesprochen werden: 635 95 51 (Piccobello).

Öffnungszeiten der „Kleiderkaue“

Geöffnet hat die Kleiderkaue an der Stöckmannstraße 76 immer montags bis freitags von 9 bis 18.30 Uhr, samstags von 9 bis 13.30 Uhr. Der kleine gläserne Verkaufspavillon vor der Herz Jesu-Kirche wurde aufgegeben.

Dienstags ist Aktionstag. Dann gibt es 50 Prozent Nachlass auf Damen- und Herrenoberbekleidung.

 

Martina Nattermann

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2016-01-26 07:00
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