Kita in Sterkrade mausert sich zum Zentrum für die Familie

Die Kindertagesstätte der Neuapostolischen Kirche in Sterkrade-Mitte soll nach dem Willen der Stadt zu einem Familienzentrum weiterentwickelt werden. Die Kita an der Straße An der Guten Hoffnung soll auch Angebote schaffen, die über die frühe Betreuung und Erziehung von Kindern hinaus Eltern in ihrem Alltag unterstützen, Beruf und Familie vereinbarer machen und Einrichtungen aus dem Stadtteil leichter zugänglich machen. Das Land NRW fördert die Weiterentwicklung der Sterkrader Kita zum Sommer 2015 mit 13 000 Euro, der Stadt entstehen keine zusätzlichen Kosten.

In Oberhausen gibt es derzeit 24 Familienzentren. Aus Sicht des NRW-Schulministeriums ist da durchaus Platz für mehr: In einem Rundschreiben vom Januar aus Düsseldorf heißt es, dass eine weitere Kindertagesstätte zum Zentrum für die ganze Familie weiterentwickelt werden könne. Bedarf besteht laut Sozialraum-Analyse in Sterkrade-Mitte, wo es derzeit nur drei Familienzentren gibt. Die Neuapostolische Kirche führt ihre Kita nicht nur mitten im Stadtteilzentrum. Der Mehrgenerationen-Komplexes mit Seniorenheim, barrierefreiem Wohnen und Café arbeitet stark mit Partnern in Sterkrade zusammen.

Um das Gütesiegel eines Familienzentrum zu erhalten, muss sich eine Kita zertifizieren lassen. Alle vier Jahre muss das Gütesiegel neu erworben werden. NRW hat 2006 als erstes Bundesland Familienzentren eingerichtet. 2014 wurden landesweit mehr als 2250 Familienzentren gefördert.