Kinder lernen Instrumente, Singen oder Tanzen kennen

Jedem Kind ein Instrument: Viele Schüler profitieren vom Jeki-Programm. Ab dem Schuljahr 2015/16 kommen Tanzen und Singen hinzu.
Jedem Kind ein Instrument: Viele Schüler profitieren vom Jeki-Programm. Ab dem Schuljahr 2015/16 kommen Tanzen und Singen hinzu.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Jeki soll ab dem Schuljahr 2015/16 als Jekits-Programm vielseitiger werden. Grundschulen wählen ihren Schwerpunkt selbst.

Oberhausen.. Das Ruhrgebietsprogramm Jeki, Jedem Kind ein Instrument, wird ab dem Schuljahr 2015/16 als Jekits, Jedem Kind Instrumente, Tanzen und Singen fortgesetzt. „Alle Oberhausener Grundschulen sind informiert“, sagt Kulturbüro-Leiter Volker Buchloh. „Sie müssen bis Mitte Februar entscheiden, mit welchem der drei Schwerpunkte sie sich beteiligen möchten und anmelden. Das Programm wird NRW-weit fortgesetzt, um Tanz und Gesangsbildung erweitert und auf zwei Schuljahre verkürzt. Für Kinder, die zur Zeit am Jeki-Programm teilnehmen, ändert sich nichts.“

Die Verkürzung auf zwei Jahre sieht Buchloh positiv: „Im dritten Jahr sank die Teilnehmerzahl. Außerdem war es an vielen Schulen schwierig, die Instrumentalgruppen homogen zu besetzen. Da haben Musikschulen bessere Möglichkeiten, wenn sie Kinder aus verschiedenen Schulen zusammen unterrichten. Es steht noch nicht fest, ob Jekits im ersten oder zweiten Schuljahr beginnen wird.“

Instrumente nahe bringen

Schulen, die Jeki anboten – und das sind in Oberhausen alle mit zwei Ausnahmen – werden auf jeden Fall für die Teilnahme an Jekits ausgewählt (Bestandsschutz). Doch was sagen sie zur Schwerpunkt-Entscheidung? „Wir haben uns noch nicht festgelegt, doch ich würde auf jeden Fall die Möglichkeit wählen, Kindern die Instrumente nahe zu bringen“, sagt Ingrid Naunheim, Leiterin der Falkenstein Grundschule. Einen Chor und eine Tanz-AG haben wir schon.“

„Wir haben entschieden, dass alles beim Alten bleibt“, sagt Petra Baumann, Leiterin der Schule Am Froschenteich. „So war’s gut. Wir haben mit Jeki gute Erfahrungen gemacht, obwohl es immense Arbeit ist, es zu organisieren.“

Für alle Kinder im ersten Jahr kostenfrei

„Die Kinder haben viel Freude an Jeki und für uns als Kollegium ist das Angebot wichtig, weil wir keine ausgebildete Musik-Fachkraft haben. Manche Kinder haben zwar auch schöne Stimmen, aber wenn ich auswählen muss, würde ich das behalten, was bereits installiert ist“, sagt Ruhrschule-Leiterin Sabine Schumann.

Egal ob Instrumental-, Tanz- oder Gesangsunterricht – auch Jekits soll im ersten Jahr für alle Kinder der teilnehmenden Schulen verbindlich und kostenfrei angeboten werden. Im zweiten Jahr wird die Teilnahme kostenpflichtig (Schwerpunkt Instrument 23 Euro, Tanzen 17 Euro, Singen 12 Euro pro Monat). Geschwisterkinder erhalten eine Ermäßigung um 50 Prozent. Kinder, deren Familien staatliche Hilfen beziehen, sollen weiterhin nicht bezahlen müssen. Ihre Beiträge sollen durch Landesmittel finanziert oder mit dem Bildungszuschuss, der ärmeren Familien zusteht, kombiniert werden.