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Kennenlernen von Chefs und Azubis in Oberhausen

16.03.2016 | 06:00 Uhr
Kennenlernen von Chefs und Azubis in Oberhausen
Ausbildungswillige Jugendliche und fünf gastronomische Betriebe nutzten die Gelegenheit zum gegenseitigen „Beschnuppern“: Speed-Dating im Parkhotel Oberhausen., besser bekannt als „Hotel zur Bockmühle.Foto: Tom Thöne

Oberhausen.   Nachwuchsförderung im Hotel- und Gaststättenbereich. Die Arbeitsagentur bringt ausbildungswillige Betriebe und interessierte Jugendliche zusammen.

Speed-Dating – hört sich ein bisschen nach Hektik an, ein bisschen nach Partnersuche. Im Frühstücksraum des Parkhotels Oberhausen herrscht an diesem Nachmittag zwar Betriebsamkeit, aber keine Eile.

Rund 30 von der Arbeitsagentur eingeladene Jugendliche finden sich nach und nach ein, um die Chance zu nutzen, sich und ihre Bewerbungsmappen potenziellen Ausbildern vorzustellen. Restaurantbesitzer und Hoteliers mit Jugendlichen zusammenzubringen, die sich für eine Ausbildung in der Gastronomie interessieren, ist das Ziel der Veranstaltung.

Die Branche jung halten

„Für Oberhausen als Tourismusstandort ist es wichtig, für Nachwuchs in diesem Bereich zu sorgen“, erklärt Jürgen Koch, Chef der Arbeitsagentur. „Es ist schon absehbar, dass rund 150 Beschäftigte in diesem Bereich in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. 80 Azubis werden derzeit ausgebildet. Wir brauchen also weiter Nachwuchs von unten, um die Branche jung zu halten.“ Sollte in einer Stadt, in der – rein rechnerisch – noch immer zwei Bewerber auf jede Ausbildungsstelle kommen, eigentlich kein Problem sein.

Der Ausbildungsmarkt in Oberhausen
747 freie Ausbildungsstellen gemeldet

Seit Oktober 2015 haben sich 1434 Bewerberinnen und Bewerber bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur gemeldet.

Demgegenüber stehen derzeit 747 freie Ausbildungsstellen. Das sind sechs weniger als im Vorjahr. Somit kommen auf jede Ausbildungsstelle weiter zwei Bewerber.

Im Bereich Hotellerie kommen neun Bewerber auf sechs Ausbildungsstellen, im Bereich Gastronomie elf Bewerber auf elf Stellen.

Ende Juni gab es 1663 Beschäftigte in den Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen. Davon gehen in den nächsten zehn Jahren etwa 150 in Rente.

Ist es aber doch. „Die Branche leidet ein bisschen unter dem Ruf der unbeliebten Arbeitszeiten“, sagt Koch: „Abends spät und am Wochenende arbeiten – das ist schon ein herausfordernder Job, der eine hohe Dienstleistungsbereitschaft erfordert.“ Aber auch einer, der Spaß macht. „Man kann hier mit Menschen arbeiten und Karriere machen“, sagt er bei der Begrüßung. Und Thomas Kolaric, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands, ermuntert die Teilnehmer, alle Fragen zu stellen, die sie bewegen: „Es ist immer besser, vorher Bescheid zu wissen, als hinterher enttäuschte Erwartungen zu haben.“

Nach und nach wechseln die Azubi-Kandidaten einzeln an die Tische der möglichen Chefs. Ein bisschen schlauer sind sie nachher alle – manche haben auch gleich einen Vorstellungstermin in der Tasche, andere haben zumindest schon mal ihre Bewerbungsmappen an den Mann gebracht: Stanislav Schneider hat beides geschafft. Der 20-Jährige hatte nach der Realschule zunächst eine Ausbildung im IT-Bereich begonnen: „Aber das war nichts für mich.“ Jetzt möchte er Koch in der gehobenen Gastronomie werden – und hat in dem Bereich auch schon gejobbt: „Das macht mir Spaß.“ Jörg Hackbarth hat ihn eingeladen, sich sein Restaurant anzusehen und ein Gastronom aus Mülheim hat ihm ein Wochenpraktikum zugesagt. Stanislav ist zuversichtlich, dass er im Sommer neu durchstarten kann.

Martina Nattermann

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2016-03-16 06:00
Oberhausen, Lehrstellen, Azubis, Chefs, Betriebe, Arbeitsmarkt, Ausbildung
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