Das aktuelle Wetter Oberhausen 3°C
Oberhausen

Kein Sprengstoff, aber viel Ärger

14.01.2008 | 20:02 Uhr
Kein Sprengstoff, aber viel Ärger

Sparkasse muss nach Bombendrohung geräumt werden. Falkensteinstraße zweieinhalb Stunden lang gesperrt.

Frank Altenburg ist ein erfahrener Kriminalbeamter, dem man so schnell nichts vormacht. „Wenn Sie mich fragen – die werden da drin nichts finden”, meinte der Hauptkommissar, der relativ entspannt draußen wartete, während in der Sparkasse an der Falkensteinstraße Sprengstoffspürhund Pico mit Herrchen und Frauchen nach dem Rechten schnüffelte. Kurze Zeit später traten die Drei denn auch tatsächlich durch einen Nebenausgang auf die Straße, ohne etwas entdeckt zu haben. Ein überflüssiger Einsatz? Natürlich nicht.

Um ganz sicher zu gehen, musste der Hund sogar noch ein zweites Mal ran. Die Tiere können nur eine gewisse Zeit lang ihre Präzisionsarbeit leisten, dann brauchen sie eine Pause. Während des ersten Einsatzes hatte man nur die Kundenräume untersuchen können, für Keller und Dachgeschoss hatte es bei Pico nicht mehr gereicht.

Trotz seiner Zuversicht müsse man natürlich „genauer hinschauen”, so Altenburg nach der Bombendrohung. Welche Anhaltspunkte ihn schnell vermuten ließen, dass wahrscheinlich nichts passieren würde, verriet der Kripo-Beamte aus naheliegenden Gründen nicht.

Unter den Betroffenen herrschte erst einmal helle Aufregung. Gegen 15.30 Uhr hatte ein Mann telefonisch mitgeteilt, dass in der Zweigstelle ein Sprenggsatz gezündet würde. Weil die Anrufe nicht mehr direkt durchgestellt werden, landete der Täter im Call-Center. Von dort informierte man umgehend Filialleiterin Heike Neumann, die wiederum die Kunden und die etwa 20 Angestellten nach draußen beorderte. Diese versammelten sich vor einem Pizzaservice auf der anderen Straßenseite.

Inhaber Köksal Tazegül wunderte sich zunächst. „Sonst kommen die Angestellten aus der Sparkasse nur zur Mittagszeit, um bei mir was zu essen.” Verkaufen konnte er im übrigen nicht mehr viel, weil die Falkensteinstraße zwischen Körner- und Uhlandstraße gesperrte werden musste.

Hannes FRITSCHE

Kommentare
Funktionen
Aus dem Ressort
Oberhausener Grüne greifen CDU-Opposition frontal an
Straßenbahn
Schlechte Oppositionsarbeit, Inkompetenz und die Verbreitung von Verschwörungstheorien – das wirft Grünen-Fraktionsvize Andreas Blanke der CDU vor.
„Es kommen Flüchtlinge, keine Terroristen“
Soziales
Über 200 Bürger kamen zur Infoveranstaltung über den Notstandort Tackenbergschule in Oberhausen.Die Stadtverwaltungsspitze beantwortete Fragen.
Schüler in Oberhausen texten für den Wettbewerb
Jugend
Schreiben, präsentieren, drehen: Poetry-Clips entstehen im Drei-Stufen-Takt. Slammer Jonas Jahn schult den Jahrgang neun der Gesamtschule Weierheide
Oberhausen Anwohner misstrauen der EVO
Bürgerprotest
Eine Holzpellet-Heizanlage, die am Rechenacker entsteht, regt Nachbarn weiter auf. Knapp 30 Betroffene kommen zu Gesprächsrunde. Fragen bleiben offen.
Stadt Oberhausen stellt Schulsozialarbeiter ein
Bildung
14 bis 17,5 zusätzliche Stellen sollen nach den Sommerferien eingerichtet werden. Land zahlt rund 912 000 Euro. Rathaus muss 228 000 Euro aufbringen.
Fotos und Videos
Hinter den Musical-Kulissen
Bildgalerie
Mamma Mia
RWO schlägt RWE im Derby
Bildgalerie
Regionalliga
In 2 Minuten von Oberhausen nach Emmerich
Video
Zeitraffer-Video
Unterwegs auf der Betuwe-Linie
Video
Güterverkehr
article
1887329
Kein Sprengstoff, aber viel Ärger
Kein Sprengstoff, aber viel Ärger
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/kein-sprengstoff-aber-viel-aerger-id1887329.html
2008-01-14 20:02
Oberhausen