Kein Flüchtlingsheim an der Sperberstraße

Was sich in den vergangenen Wochen abzeichnete, steht jetzt fest: An der Sperberstraße wird keine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge errichtet. Das habe Oberbürgermeister Klaus Wehling am Dienstag endgültig entschieden, erklärte gestern Sozialdezernentin Elke Münich den Mitgliedern des Sozialausschusses. Die ursprüngliche Planung, an dem Standort in Sterkrade-Heide Unterkünfte für 100 Menschen zu schaffen, lasse sich nicht realisieren, da er nicht ausreichend groß sei. Und auf ein Nebengrundstück am Rande des Naturschutzgebiets habe die Stadt keinen Zugriff.

Die 100 Plätze für Flüchtlinge sollen nun zusätzlich auf dem Gelände des ehemaligen Betriebshofs an der Duisburger Straße entstehen. Durch Aufstockung der Unterkünfte werden dort 200 statt der ursprünglich vorgesehenen 100 Menschen leben. Die Zahlen für die beiden anderen Standorte Ruhrorter Straße (100 Plätze) und Kapellenstraße (100 Plätze) bleiben unverändert. Weitere Bürgerinformationen sollen dort folgen, so Münich, sobald klar ist, wie die Wohnanlagen gestaltet werden.

Mit Blick auf die im kommenden Jahr zu erwartenden Flüchtlinge kündigte die Sozialdezernentin an, dass weitere Standorte für Flüchtlingsheime geprüft werden. Bei der Stadt rechnet man mit weiteren 1100 Flüchtlingen, die 2016 untergebracht werden müssen. Derzeit leben von den rund 1200 Flüchtlingen in Oberhausen 400 in einer Wohnung und 800 in einer Sammelunterkunft.